Autoren im Interview: Nicole Schuhmacher

Das erste Interview auf meinem Blog, das ich schriftlich mit Debütautorin Nicole Schuhmacher geführt habe. Ihr Urban Fantasy Roman „Jägerseele“ wurde am 31.10.2017 veröffentlicht und ist eine tolle, etwas andere Geschichte. Da ich auch selbst ein paar Fragen hatte, nahm ich das zum Anlass, direkt ein Interview daraus zu machen.

Wer das Buch noch nicht kennt, kann sich auch die Rezension von mir dazu durchlesen. Einfach hier klicken.

jägerseele titel

Werte Nicole, würdest Du Dich kurz vorstellen, damit auch Menschen, die dich oder Dein Buch noch nicht kennen, etwas zu Dir erfahren?

Guten Tag! ^^
Mein Name ist Nicole, Freunde nennen mich Nie Kohle oder Rand (Ja, wie der Pizzarand) xDD, ich bin 30 (Oh mein Gooooott, mein Leben ist vorbei, VORBEI!!!) und lebe in einer kleinen Stadt in Ostsachen. Beruflich mache ich »irgendwas mit Medien« und habe Ende Oktober mein Debüt »Jägerseele«, einen Urban Fantasy Roman, im Selbstverlag herausgebracht.

Das Schreiben hast Du bereits relativ früh entdeckt, und einige Fanfiktionen hast Du auch geschrieben. Was hat Dich dazu veranlasst einen eigenen Roman zu schreiben?

Ich denke, das waren tatsächlich die unzähligen positiven Rückmeldungen im Laufe der Jahre zu meinen bereits angesprochenen Fanfiktions. Die Idee zu »Jägerseele« spukte mir bereits Ewigkeiten im Kopf herum und irgendwann dachte ich dann einfach, hey, warum eigentlich nicht?

Wie viel Zeit hast Du in Deinen ersten, aktuellen Roman „Jägerseele“ gesteckt, bzw. stecken müssen?

Richtig intensiv habe ich etwa ein halbes Jahr daran gearbeitet. Und davor habe ich etwa fünf Jahre (!!!) Pause gemacht. Bis dato hatte ich nur die ersten 1 1/2 Kapitel.

Blieb da noch Zeit für andere Freizeitaktivitäten? Schließlich machst Du das nicht hauptberuflich. Noch nicht.

Hehe, »noch nicht« xD
Aber das stimmt schon. Wenn man berufstätig ist und dann außerdem noch in einem Schreibprojekt steckt, muss man sich genaue Zeiten festlegen, wann man was machen möchte. Zumindest muss ich das so machen. Ich gehe außerdem täglich mit meiner vierbeinigen Mitbewohnerin spazieren, versuche immer ein paar Seiten meines aktuellen »currently read« zu lesen und suchte diverse Fernsehserien. Ich bin auch ein kleines Gamergirl, aber zum Zocken bin ich schon ewig nicht mehr gekommen, wäääh!!!

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Dass Du Fantasiefiguren magst, kann man in Deinem Autorenportrait lesen. Was war ausschlaggebend dafür, dass Du Dich nicht auf eine bestimmte Gruppe (Vampire, Werwölfe etc.) festgelegt hast?

Eine reine Geschichte über Vampire, Werwölfe etc. ist irgendwann so festgefahren, finde ich. Also… so ganz ohne Abwechslung… Und die hat man in einer Welt in der alle Fantasiegestalten ein Zuhause haben ja wohl umso mehr, oder? 😀

 

In „Jägerseele“ kommen die unterschiedlichsten Fantasiefiguren vor. Wer davon, außer Tess, ist dein persönlicher Liebling? Und warum?

Das ist einfach =) Danial ist mein Liebling. Ihn kann ich einfach alle unmöglichen Dinge machen lassen, weil er es aufgrund seiner… Herkunft eben einfach drauf hat ^^ Und das ist sooooo cool.

Du hast Dir sehr viel Mühe gegeben allen Figuren einen speziellen Charakter und eigene Wesenszüge zu geben. Wie viel Zeit hast Du damit im Durchschnitt pro Figur verbracht?

Ich muss gestehen, dass ich das nicht mehr richtig weiß, da diese Arbeit bereits die oben angesprochenen fünf Jahre zurückliegt. Aber ich kann mich erinnern, dass definitiv mehrere Tage ins Land gegangen sind, bis jede Figur in ihren Grundzügen existierte. Einiges fällt einem natürlich auch erst beim Schreiben direkt ein. Chris zum Beispiel… Vorsicht Spoiler! Er war anfangs gar nicht darauf ausgelegt »der Böse« zu sein. Erst als ich die Jahrmarkt-Szene schrieb, kam es so über mich, dass ich mich dazu entschloss, dass er der Kopf Rund um Gemma und Coral ist.

nicoleschuhmacher02Du und Tess – ein Herz und eine Seele? Wie viel Tess steckt in Dir und wie viel von Dir in Tess?

Ach ja… es ist schon nicht zu verleugnen. Ich wäre gern wie Tess ^//^ Und deswegen habe ich ihr viele Eigenschaften angedichtet, die ich sehr gern hätte, aber ich verrate nicht welche das sind xD Außerdem sind es so Kleinigkeiten die uns verbinden. Sie fährt (oder fuhr, dudumm…) einen Honda, ich fahre einen Honda. Tess liebt Lederjacken, ich liebe Lederjacken. Tess schießt gern mit Elektroschockern auf Ganoven, ich schieße gern – Nein, Quatsch! Spaß! 😀

Hast Du eine persönliche Lieblingsstelle im Buch, auf die Du besonders stolz bist?

Es gibt ein paar Szenen, die mir besonders gut gefallen, ja. Aber auch einfach deswegen, weil sie so abstrus und skurril sind. Die Szene mit Miller im Auto zum Beispiel. Ich mag auch die Beschwörung (zwinker, zwinker) und bin froh, dass die Szenen mit dem Schweinchen so gut angekommen sind. Das war mir irgendwie wichtig 🙂

War Dir von vornherein klar, dass Du den Weg des Selfpublishing gehst oder hattest Du doch Kontakte zu Verlagen? Und wenn ja, was sprach gegen eine Zusammenarbeit mit Verlagen?

Nein, ich hatte keinerlei Kontakt, habe ihn nicht einmal gesucht. Ich war mir einfach viel zu unsicher, ob aus »Jägerseele« etwas werden könnte, bzw. ob es auf dem Markt nicht total zerrissen wird etc. Jetzt rede ich mir ein, dass ich so viel mehr Freiheiten genießen kann, auch wenn alle Arbeit an mir selbst hängen bleibt xD

Gesetz dem Fall, ein Verlag käme jetzt, also nach der Veröffentlichung, auf Dich zu. Würdest Du Dich ggf., wenn alles passt, auf eine Zusammenarbeit einlassen oder steht das für Dich grundlegend außer Frage?

Oh, wow, das wäre natürlich ein Traum! Ich würde mich mega geehrt fühlen und sofort rufen: »Wo muss ich unterschreiben?« =)

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Du schreibst nicht nur, Du liest auch viel. Aber kamst Du in der letzten Zeit überhaupt dazu?

Nicht wirklich -.- In Schreibphasen sowieso nicht, und jetzt, da das Buch ja beworben werden möchte etc. nur sehr selten. Aber ich gebe mir wie gesagt Mühe, jeden Tag ein paar Seiten, meistens vor dem Schlafengehen, in andere Welten abzutauchen.

 

 

Welches war das letzte Buch, das Dich richtig fesseln konnte und warum?

Das war glaube ich »Abgeschnitten« von Sebastian Fitzek. Seine Thriller sind einfach die besten! So spannend, dass man gar nicht anders kann, als zu lesen und zu lesen und zu lesen und zu lesen und zu lesen und zu… ach ja… lesen!

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Du bist auch Cosplayerin. Welches war bisher Dein bestes Cosplay?

Ja, das stimmt, aber da müsste ich mich ja selber loben ^//^ Aber… die meisten positiven Rückmeldungen habe ich zu meiner Catwoman (Michelle Pfeiffer Version) und zu meiner Leeloo (Das fünfte Element) erhalten <3

 

 

Die Fortsetzung „Jägernacht“ hast Du bereits angekündigt. Schon eine Idee, wann das Buch veröffentlicht werden kann? (Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt darauf)

Definitiv 2018! Angepeilt ist Sommer… aber wir werden sehen xD

Bekommt eine weitere Figur, abgesehen von Tess natürlich, eine besondere Aufmerksamkeit in „Jägernacht“?

Das will ich ehrlich gesagt noch nicht verraten. Überraschung! 😉

Ist das Projekt um Tess Carlisle ein „Open-End-Projekt“ oder ist es nach drei, vier Büchern zu Ende?

Das steht tatsächlich noch in den Sternen ^//^

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht auch ein „Spin-Off“ zu schreiben, das einen anderen Charakter in den Vordergrund rückt, um seine / ihre Geschichte zu vertiefen? Nehmen wir als Beispiel Fin oder Danial. Ich persönlich würde eines über Fin interessant finden.

Darüber habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht nachgedacht. Aber eine durchaus in Erwägung zu ziehende Idee! Vielleicht auch nur als kleiner Zusatz am Ende? Mal schauen.

Ein paar Worte von Dir an die Leser:

Hallöchen liebe Leser! *wink*
Ich freue mich wirklich, wirklich sehr, wenn  ihr jetzt ein bisschen neugierig auf »Jägerseele« geworden seid. Tess und ihre Freunde erwarten euch schon im magischen New Orleans! Schaut doch mal vorbei =) Und an alle, die das Abenteuer bereits bestritten haben: Ihr seid so lieb! <3 Ich freue mich, dass ich euch ein paar Stunden Freude, Spaß und Spannung bringen konnte! Schreibt mir doch auch weiterhin fleißig eure Meinungen, Anregungen, Wünsche, Nöte und trotzigen Kommentare xDD Ohne euch wäre »Jägerseele« nichts! DANKE! <3

Jägerseele breit

Liebe Nicole, vielen Dank für Deine Antworten und die Zeit, die Du Dir genommen hast.

Hier gehts zu meiner Rezension von „Jägerseele“: klick mich

Hier gehts zur Facebook-Seite von Nicole Schuhmacher: Nicole Schuhmacher – Autorin

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Buch-Rezension zu „Jägerseele“

Die Lust auf dieses Buch war schon vor dem Lesen groß, da ich mich zu sehr gespoilert hatte. Lag es an der Autorin? Am Coverbild? An den Textschnipseln? Jedenfalls war ich so schnell durch, dass ich mich fragte, wo die 400 Seiten hin sind?!

Jägerseele“ von Nicole Schuhmacher, die leider ohne Verlag ist.

Genre: Urban Fantasy

Schön ist, dass es sich um eine abgeschlossene Geschichte handelt, die auf 400 Seiten verteilt ist. Erschienen ist es am 31.10.2017 und meine Lesezeit betrug ca 6,5 Stunden.

Klappentext:

Tess Carlisles Leben als »Jäger« im magischen New Orleans ist nicht immer einfach. Stinkende Trolle, pöbelnde Kleinganoven und so manch unschöne Begegnung mit unkooperativen Nymphen und unheimlichen Voodoo-Shop-Besitzern bestimmen nur allzu oft den Alltag der jungen Kautionsdetektivin, die selbst ein mystisches Geheimnis birgt. Ein ständig Streiche spielender Mitbewohner und der immerwährende Kampf, die nächste Miete zahlen zu können, tragen auch nur wenig zum allgemeinen Wohlbefinden der jungen Frau bei. Da kommt ein gut bezahlter Auftrag für den selbst ernannten Wohltäter der Stadt doch gerade recht. Ein unerwartetes Ereignis jagt plötzlich das nächste, und als auch noch vom Ende der Welt die Rede ist, zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Freunde zu haben, auch wenn diese nicht immer menschlich sind.

Nachdem ich nun das Buch in einem Rutsch durchgelesen hatte, stellte sich mir als aller Erstes die Frage, warum die Autorin keinem Verlag angehört. Als Verlag hätte ich diese Autorin sofort genommen. Unter Vertrag(!)

Die erste Hälfte des Buches enthält eine herrlich normale Story, die die alltäglichen Probleme und Gedanken von Tess beschreibt. Abgesehen von den Fantasiefiguren unterschiedlichster Herkunft natürlich. Dabei lässt sich viel über Tess‘ Gedankenwelt, ihre Umgebung und ihre Probleme im Job, der WG, jene mit der Mutter und auch der Liebe, in Erfahrung bringen.

Das klingt im ersten Moment vielleicht trocken, ist es aber nicht, denn der unbefangene Schreibstil der Autorin, der jugendlich erfrischend ist, lässt dies gar nicht erst zu. Was sicherlich auch hilfreich ist, ist die gewählte Schriftgröße des Textes, die nicht zu klein geraten ist. Zudem ist die Ich-Perspektive als auch die Gegenwartsform sehr gut gewählt, denn mit den zahlreichen Beschreibungen zu Charakteren und Orten, konnte ich mich sehr schnell in die Szenerie hineinversetzen.

Übrigens sind Fin, Tess‘ Assistentin in der Kautionsagentur, als auch Puck, der Vermieter und gleichzeitige Mitbewohner von Tess, einfach wunderbar. Während man Fin am Liebsten des Öfteren einfach nur, aufgrund ihrem Hang in Fettnäpfe zu treten, einfach nur umarmen möchte, ist die Rolle von Puck in Tess‘ Leben durchaus vielschichtiger als man zunächst meinen möchte. Seine Kommentare und Aussagen sind manchmal witzig, unpassend und führen auch zu manchem Ärgernis von Tess.

Witzige Passagen, bei denen ich oftmals auch lachen musste, erschienen ebenso häufig wie unerwartete Ereignisse, in der geradlinig geschriebenen Geschichte.

In der zweiten Hälfte der Story kommt noch der Faktor der Spannung hinzu. Diese steigt und fällt immer wieder mal. Dennoch wird die Struktur weiter beibehalten und lässt auch weiterhin keine Langeweile aufkommen. Dafür sorgt auch das kleine Teacup-Schweinchen.

Der verträumte, fantasievolle und sympathisch lustige Charakter der Autorin spiegelt sich in der eigenen Art dieser außergewöhnlichen Fantasygeschichte wieder und kommt sehr häufig, insbesondere durch Tess selbst, zum Vorschein.

Abschließend ist es für mich eine sehr schöne Geschichte, die durch den Schreibstil, Humor und ihre Charaktere besticht. Etwas in dieser Art und Form habe ich noch nicht gelesen und bin froh, dass ich es durfte. Genauso froh bin ich, dass eine Fortsetzung kommen wird. Kurzum: ein klasse Debüt!

Wer dieses Buch nicht liest, der verpasst etwas Großartiges. Daher kann ich nur sagen: kaufen. Jetzt. Sofort.

Bildquelle: Facebook: Nicole Schuhmacher – Autorin

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Buch-Rezension zu „Absolution“

Meine erste Buchrezension überhaupt. Ich gebe zu, dass ich mich absolut nicht darüber informiert habe, wie sowas aussehen soll. Aber vielleicht ist es auch einfach besser, wenn ich das schreibe, was ich denke und mir nicht unbedingt irgendwo etwas abschaue.

Nach der Buchmesse musste ich einfach anfangen mit dem Lesen der Bücher und so entschied ich mich für das erste Buch, das mir auf selbiger ins Auge fiel.

Absolution – Wie man eine Sünde überlebt“ von Jasmin Romana Welsch aus dem Sternensand Verlag in der Schweiz.

Genre: Fantasy / Urban Fantasy / Paranormal

Es ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, was meine Wahl zum Lesestart vereinfachte.

Erschienen ist es bereits am 22.03.2016 mit 224 Seiten. Meine Lesedauer betrug hierfür ca. 4,5 Stunden. Die Geschichte ist spannend und es fiel mir schwer das Buch wegzulegen.

Doch zuerst der Klappentext, sprich die Information, die man auf der Rückseite finden kann:

Mein Name ist Sixten. Ich denke, ich war ein durchschnittlicher Absteiger: unterbezahlt, launisch und auf das Leben und die ach so verkommene Welt schlecht zu sprechen. Da war mein kleines Drogenproblem, diese nervenaufreibenden Sitzungen bei Doktor Mattson und mein Kumpel Nils, der seit der Grundschule nicht gelernt hat, länger als zehn Stunden sauer auf mich zu sein. Summa summarum war mein Leben Mist, aber unkompliziert genug, um den Pessimismus in die tägliche Routine einfließen zu lassen. Ich hätte genau so weitergemacht, wäre nicht alles plötzlich unwirklich geworden. Auf einmal soll ich ein Todsünder sein und der Sklave eines Dämons werden das behauptet zumindest die sprechende Katze, die will, dass ich sie Meisterin nenne. Vielleicht habe ich auch einfach Wahnvorstellungen von der Kokserei bekommen. So oder so, mein Leben braucht eine Kehrtwende. Dann muss ich mich eben damit abfinden, dass es Himmel und Hölle gibt, auch wenn ich bisher Atheist war. Ich war ja auch ein gefühlskaltes Arschloch und finde mich jetzt damit ab, dass ich die Dämonen-Katze, die meine Seele verschachern will, irgendwie mag. Einer von uns wird trotzdem verlieren. Am Ende bin ich vielleicht tot, verrückt oder clean, aber das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Allein diese Dämonen-Katze hat mich sehr neugierig gemacht. Vielleicht liegt es daran, dass ich Katzenbesitzer bin und ich meine kleine Mieze im Verlauf des Lesens mit anderen Augen gesehen habe.

Zu Beginn erfährt man recht viel über die aktuellen Lebensumstände der Hauptfigur Sixten. Ein Drogenabhängiger durch und durch. Jedoch mit Sympathiewerten, was mich durchaus überrascht. Während er sich immer wieder zudröhnt und von seiner Weltanschauung berichtet, dauert es einige Zeit bis ein spezielles Erlebnis dem anderen folgt. Eines davon ist natürlich das Auftauchen der Dämonen-Katze.

Irgendwie scheint eine Hassliebe zwischen beiden zu bestehen, obwohl stets an den Punkt gedacht werden muss, dass diese Katze die Seele von Sixten verkaufen möchte, bzw. unbedingt will um sich daraus ihren eigenen Vorteil verschaffen zu können. Diese sarkastisch ironische Beziehung zwischen beiden setzt sich fort und als ihnen dann noch eine weitere – nennen wir sie einfach mal paranormale Person – erscheint, beginnt das Abenteuer von beiden erst so richtig. Es bleibt übrigens nicht bei einer paranormalen Person.

So viel zum Inhalt an sich. Würde ich mehr darüber schreiben, dann bräuchte man sich das Buch kaum noch kaufen und das ist nicht Sinn dieser Übung.

Mich persönlich hat der Schreibstil beim Lesen gehalten. Auch die Wortwahl ist interessant und erfrischend umgangssprachlich. Da diese Geschichte in der Gegenwart geschrieben wurde, ist es mir sehr leicht gefallen mit meiner Fantasie, wie in einem Film, in das Buch hinein zu tauchen.

Zwar mag diese Story relativ trist und grau beginnen, wie es zu einem Drogenabhängigen passt, jedoch wird das Spannungslevel und die Intensität der Geschichte, je länger sie dauert, höher. Immer wieder musste ich lachen oder zumindest grinsen. Und das trotz des recht heiklen Themas für den Protagonisten Sixten.

Und das Ende, meine Lieben, das Ende ist raffiniert und genial. Dafür gibt es einen ausgestreckten Daumen nach oben. Also nicht nur für das Ende, sondern für die Geschichte, den Schreibstil, den Aufbau und die Wahl der Charaktere.

Es ist definitiv eine spannende und fesselnde Geschichte, die ich Fans der urbanen Fantasy guten Gewissens ans Herz legen kann. Doch auch wer sich für Paranormales interessiert, oder zum Beispiel Fan der Serie „Supernatural“ ist, wird sich hier sehr gut aufgehoben fühlen.

Mein Gefühl beim Kauf hat mich also nicht getäuscht. Nach dem Lesen war ich belustigt, zufrieden und entspannt. Mit einem Grinsen konnte ich das Buch wieder zurück ins Regal stellen. Klare Kaufempfehlung von mir.

Übrigens stammt das Titelbild von der Internetseite des Sternensand Verlags. (ich hoffe ihr habt nichts dagegen)

Bildquelle: www.sternensand-verlag.ch

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