10 Jahre World of Warcraft. Wie man einfach nicht ganz davon loskommt. Meine kleine (Charakter)Geschichte aus 10 Jahren

Vor ungefähr 10 Jahren begann meine Reise durch Azeroth. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen:

Krank zu Hause und vor der Glotze sitzend, kam da diese Werbung mit einem gewissen Mr. T, der seine Rede mit der Frage beendete „Und was spielst Du?!“. Nun, ich hatte darauf keine Antwort und aufgrund meines Krankheitszustands fantasierte ich mir zusammen, dass der gute Mr. T aus dem Fernseher heraussteigen könnte…

Soweit wollte ich es dann nicht kommen lassen und hab mir dann mal das Spiel zugelegt. Ohne Plan und Ahnung saß ich dann nach der Installation vor der ersten wichtigen Entscheidung: Welche Fraktion, welches Volk, welche Klasse?

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Mir hätte da aber schon jemand sagen müssen, dass man als M A G I E R den Stock in der Hand nicht unbedingt zum permanenten Verprügeln seiner Gegner zu benutzen hat. Das war tatsächlich so. Außer dem Kloppen mit dem Stock hatte ich ja nichts Anderes in der Aktionsleiste. Es war also nicht weiter verwunderlich, dass mir das nach kurzer Zeit zu öde wurde und ich das Spiel wieder habe links liegen lassen.

Einige Wochen später kam das Thema „WoW“ dann woanders auf und da gab es dann die pure Entrüstung als ich sagte, dass ich ja auch einen Magier, so einen Untoten, habe. Nein, um Gottes Willen, Du MUSST für die Allianz spielen; dort wo wir auch sind. Auf Nozdormu.

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Größtenteils war ich dann in dieser Welt auch wieder alleine unterwegs, aber eben nicht permanent. Überfordert war ich trotzdem immer noch von dem Ganzen. Schutz, Furor, Waffen, Talente, Werte?! Was bitte will das Spiel von mir? Ich lief tatsächlich herum wie ein bunter Vogel, was die Attribute betraf. Ja, ein Krieger mit Manareg und Intelligenz. Natürlich kann man nun sagen „ja, das brauchen Krieger auch“ – so gesehen nicht ganz falsch, was?

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Irgendwann, bei Level 40 ungefähr, brach ich erneut ab, da mir das ein weiteres Mal zu undurchsichtig wurde. Aber kurz vorher gab es noch ein Erlebnis, das ich bis heute noch weiß. Es war wohl relativ zum Ende des AddOns „Burning Crusade“. Okay, ich traf auf eine Spielerin, die mir ein wenig erklärt hatte. Dies und das und jenes. An einem Tag meinte sie aber, dass sie unbedingt irgendwohin muss, da es dort eine neue Tasche gibt. Tasche? Handtasche womöglich? Bitte was? Heute weiß ich, dass es sich um die Dolche und Giganta handelt. Shattrath.

Irgendwann kam dann auch das nächste AddOn heraus, das den Titel „Wrath oft he Lich King“ trug. Joa, also der Kerl da auf dem Titelbild war schon richtig Metal. Vielleicht einer der Gründe, warum ich dann doch weitergemacht habe.

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„Du musst Inis laufen, Du brauchst diese Teile.“ Aha okay – der Chef dieser Gilde hat mehr Plan als ich gehabt und mir wirklich sehr viel erklärt. Es ging also für mich los. Als Tank. Gleich so eine wichtige Rolle. Das lief anfangs eher schlecht als recht, aber mit der Zeit habe ich es dann hinbekommen.

Ich hatte also Blut geleckt, viel davon, sehr viel. So begann dann meine aktivere Zeit. Der Gildenchef, der seiner Zeit als Hexenmeisterin Finala in der Gilde „Ancient“ unterwegs war, hatte leider nicht immer die Zeit. Verständlich, da er sich in einer Progress Raidgilde aughielt. So passierte der erste Gildenwechsel mit gleich mehreren Leuten.

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Apropos Cheffe. Ganz amüsant war, dass er aus derselben Stadt kam. Wir wurden mit der Zeit auch außerhalb des Spiels sehr gute Freunde und das hat bis heute bestand, auch wenn er mittlerweile woanders ist.

Das Raiden begann. Oh Naxxramas. Der „Haigan Dance“ – na, wer kennt ihn noch? Anfangs habe ich diesen Boss gehasst, wie die Pest. Aber irgendwann hat man die Routine drin und kann die Abfolge auswendig. Es hatte tatsächlich mit den Leuten sehr viel Spaß gemacht. Keine Progress Raidgilde, aber man konnte etwas erreichen, was ich damals natürlich sehr toll fand.

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Nachdem sich meine Schamanin, mit dem Namen „Talesca“ (das wird später noch wichtig), als wahrer Glückspilz erwiesen hatte, war es tatsächlich auch so, dass ich mit diesem Charakter mit der Spezialisierung „Heilung“ meine ersten heroischen Bosse zerlegt hatte. Das war schon spaßig.

Zum Cataclysm Wechsel hatte ich eine erzwungene Auszeit und im Nachgang keine Lust auf meinen Krieger. Das Schurkengerät hatte mir zuletzt so gut gefallen, dass ich für eine Weile genau dieses als meinen Hauptcharakter spielte. Aber wirklich nicht lange. Das Experiment der eigenen Gilde schlug fehl. „In Vino Veritas“ verabschiedete sich schneller, als ich schauen konnte.

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Aber ich wollte dann doch wieder zum Krieger zurück. Aber definitiv nicht als Mensch. Die Draenei, insbesondere die weiblichen, hatten auf mich eine magische Anziehungskraft. Also war mir klar, was bei dem Volkswechsel herauskommen sollte: Draenei, weiblich.

Auf der einen Seite wollte ich einen Teil des alten Namens jedoch behalten. Es blieb das „Mel“ übrig. Aber die ersten Namen, die mir so einfielen, waren schon vergeben. Nun kam Talesca ins Spiel. Ich probierte einfach die Endung „esca“ aus und siehe da, das klappte. Nun hatte ich eine Talesca und eine Melesca.

In der Folgezeit führte es dazu, dass ich sämtliche Charaktere, die Draenei werden können, auch zu Draenei gemacht habe. Selbstverständlich weiblich. Man(n) möchte ja etwas zum Gucken haben, wenn man schon so lange vor der Kiste sitzt.

Für euch mal eine Auflistung mit Link zum Arsenal:

Melesca – Kriegerin

Talesca – Schamanin

Hellesca – Todesritterin

Kalesca – Jägerin

Selesca – Magierin

Silesca – Paladin

Sulesca – Priesterin

Chilesca – Mönch

Weitere Charaktere, die keine Draenei sind:

Haeredes – Dämonenjägerin

Mîreille – Schurkin

Fiovilia – Druidin

Talyndra – Hexenmeisterin

Nach einem kurzen Ausflug in die Gilde „natus iterum“ ging es ein weiteres Mal mit dem guten Kollegen in eine Gilde zusammen. „enProgresso“ und der Name war größtenteils Programm. Aber gegen Ende des AddOns verlief es sich erneut und auch ich nahm mir eine Auszeit von diesem Spiel.

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Erst kurz vor Pandaria kam ich wieder zurück, hatte noch ein paar Raids und zu Pandaria eine neue Gilde „Service not available“. Gute acht Monate lief es sehr gut und auch die Qualität der Spieler war so gut, dass wir zügig durch die Raids kamen. Zwar mit ein paar Startschwierigkeiten, aber der Kader nahm Formen an. Es kam aber mit der Zeit zu Spannungen innerhalb der Gemeinschaft, weshalb ein sehr großer Teil, darunter auch ich, kehrtmachten und mit „Rebirth“ neu starteten. Da wir fast den kompletten alten Kader zur Verfügung hatten, lief es auch sehr gut. Qualitativ konnten wir sogar noch zulegen.

rebirth02

Es war in beiden Gilden lustig und zugleich ernsthaft. Eine tolle Mischung, die in meiner Rebirth Zeit zur besten Zeit meiner WoW Laufbahn wurde. Menschen, mit denen man richtig viel Spaß haben und auch noch etwas erreichen konnte. Gespräche, die zumeist mitten in der Nacht erst endeten. Wir hatten die Raids in Pandaria gut im Griff und fanden uns immer wieder auf den guten Gildenrängen wieder. Ja gut, dass Server, wie Nozdormu, mit der Zeit ausstarben, dafür konnten wir nun wirklich nichts. Aber bis heute blieb mir auch von hier eine Person erhalten, mit der ich mich gut verstehe. Legolas (die Sonderzeichen lasse ich mal weg) – oder aber Mister Jäger Worg. Es ist gut, wenn man auch andere Themen hat, über die man so sprechen kann.

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Häufig habe ich mich, ob dieser Tatsache, durch die Raids gezwungen und irgendwann war es dann zu Ende. Das war so Anfang bis Mitte 2015. Seither schaue ich regelmäßig ins Spiel hinein, habe aber nicht mehr vor so viel wie früher zu spielen.

Das aktuelle AddOn „Battle for Azeroth“ hatte ich mir schon im Vorfeld zugelegt. Dabei noch ein wenig in Draenor für den ein oder anderen Erfolg gearbeitet aber nicht mehr zwingend auf das Raiden geschaut. Zudem bin ich zu einer aktiven Gilde, in der sich noch ein paar Bekannte befinden, gewechselt. „Lux Aeterna“

Dort bin ich zumindest nicht alleine und bin auch nicht unbedingt gezwungen zu raiden usw. Denn ich habe für mich festgestellt, dass mir doch schnell langweilig wird im Spiel, obwohl die Story mal wieder sehr interessant gestaltet ist.

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Meine Interessen haben sich jedoch völlig verlagert. Was man an meinem Blog unschwer erkennen kann. Ich möchte einfach keine Verpflichtung eingehen, sondern viel mehr einfach nur ein bisschen spielen, wann mir danach ist. Dass dazwischen immer wieder größere Pausen liegen, ist dabei völlig in Ordnung. Ein „Casual“ zu sein reicht auch völlig aus, bei dem was die Entwickler an Möglichkeiten anbieten, die Raids trotzdem sehen zu können. Wenngleich man da kaum Expertisen benötigt und sich häufig mit einem Hammer auf den Kopf schlagen könnte, wenn man sieht, was da andere Mitspieler so kurioses treiben.

Aber wozu aufregen? Dann lieber ausschalten und sich an anderen Dingen des Lebens erfreuen.

Special thanks to: Finala, Tabeea, Haiihappen, Bsuff, Ciona, Elanis, Casimier, Aciderus, Légólás, Eyefinder, Yaani, Tamuil, Darinus, Apalachin, Krait, Zalvador, Chivera, Suleyka, uvm.

 

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Wrestling in der Batschkapp Frankfurt: die wXw (westside Xtreme Wrestling) war am 21.04.2018 zu Gast mit der „We love Wrestling Tour“

Es ist nun schon über ein halbes Jahr her, als die wXw das letzte Mal zu Gast in Frankfurt war. Es war der 30.09.2017, und auch dort war ich vor Ort und habe davon berichtet. Hier geht es zum Artikel -> wXw Batschkapp 30.09.2017

Schon damals war ich begeistert und freute mich umso mehr auf diesen Abend, der mich auch nicht enttäuschen sollte. Die Batschkapp war ausverkauft und mein Sitzplatz in der ersten Reihe war ein klein wenig suboptimal, aber immer noch sehr gut. Ausverkauft bedeutet übrigens 450 Zuschauer.

Es gibt 72 Bilder von mir zu diesem Event – Klicke –>> H I E R <<–

Der Event aus Frankfurt wird ab dem 24.04.2018 auf dem offiziellen Videoportal der wXw zu sehen sein. Hier gelangt ihr dahin: Offizielle Video-Website: wXw now

IMAG1159Vielen ist die wXw vielleicht noch kein Begriff und ich erwähne es, so wie in meinem damaligen Bericht, gerne erneut: die deutsche Organisation „wXw“ also Westside Xtreme Wrestling, mit ihrem Sitz in Essen, ist die größte dieser Art Deutschlands. Aus dieser sind sogar bereits einige Wrestler hervorgetreten, die nun in der WWE ihre Brötchen und Hamburger verdienen.

Auch das hier erwähne ich sicherheitshalber auch nochmal: die Sitzreihen sind nicht durch eine Barriere vom Ringbereich getrennt. Dadurch ist man sehr nahe am Geschehen und wenn es passiert, auch Teil davon. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Wrestler in die Zuschauer geschubst wird oder vor ihnen liegt. Deswegen sollte man immer ein Auge auf das Geschehen haben, damit man weder sich noch einen Wrestler verletzten könnte.

Dann ging der Abend auch schon los und das mit einem sehr interessanten Match sogar. Gleich vier Wrestler durften sich in einem „Fatal4-Way“ Match messen. Gut, okay, in der wXw wird diese Matchart anders genannt, aber der Begriff aus der WWE dürfte hier gängiger sein. Eigentlich sollte es erst ein „Triple Threat Match“ sein, aber dies wurde kurzfristig geändert.

Der Erfurter Marius Al-Ani, besser bekannt als „Ninja Warrior“, Ivan Kiev und David Starr waren ohnehin für dieses Match angekündigt. Der vierte Mann im Ring wurde niemand Geringeres als Emil Sitoci, der dienstälteste Wrestler in der wXw.

IMAG1170Während zu Beginn noch alle im Ring standen und sich unkoordiniert prügelten, dauerte es auch nicht lange, bis die ersten aus dem Ring geworfen wurden. So ergaben sich sehr ansehnliche und technisch versierte Kämpfe, die oftmals von einem Rückkehrer unterbrochen wurden. Zwischenzeitlich gab es sogar eine „Headlock-Kette“ – ein sehr interessanter Anblick. Dieses Match der Vier kam sehr gut beim Frankfurter Publikum an. Die Wechsel der Ringhoheit waren schneller passiert, als man schauen konnte, bis ein weiteres Mal zwei der vier Akteure außerhalb des Rings waren. Es standen sich nun Ninja Warrior und Ivan Kiev gegenüber. Ein paar schöne Moves von beiden, doch dann packte Ninja einen Aufgabegriff aus, dem Ivan in der Mitte des Rings nichts entgegenzusetzen hatte und aufgeben musste. So gewann der Erfurter dieses aufregende erste Match und das Publikum jubelte.

Das war mal ein Auftakt nach Maß. Sehr wünschenswert. Das Publikum war da und wurde mitgerissen. So konnte und sollte es auch weitergehen.

Es folgte ein Match, das eine gewisse Ungleichheit in sich trug. „Dirty Dragan“ musste gegen den Adler der wXw „Absolute Andy“ antreten. Letzterer wird, bzw. wurde von Samoa Joe trainiert. Der Name kommt euch bekannt vor? Zurecht, er ist derzeit aktiver Wrestler der WWE.

IMAG1175Bevor dieses Match so richtig losging, war schon allein durch die Optik der beiden zu erkennen, wer die Vorteile auf seiner Seite haben sollte. So war es auch nicht verwunderlich, dass Andy in seiner dominanten Art und Weise Dragan aufforderte sich einfach hinzulegen und sich pinnen zu lassen. So käme dieser schmerzfrei davon. Doch weder Dragan noch das Publikum wollten das. Wenn auch Dragan so aussah, als wüsste er nicht so richtig, ob er nicht vielleicht doch darauf eingehen sollte. Letztlich begann dieses Match dann doch und Dragan musste sehr viel einstecken. Sowohl im Ring als auch außerhalb des Rings. Dabei bewies er aber Nehmerqualitäten und wehrte sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Nur hatten diese gegen die dominante Art von Andy kaum Wirkung. Dafür hatte er den Zuspruch und die Fans in Frankfurt hinter sich, die ihm zujubelten. Die Sympathien konnten nicht klarer verteilt sein. Doch am Ende musste er sich geschlagen geben und Andy gewann das Match nach einer Serie von kraftvollen Moves. Das Match war entschieden, aber Andy noch nicht fertig. Es gab somit also noch einen „Nachschlag“ für Dragan; im wahrsten Sinne des Wortes. Aber Emil Sitoci eilte seinem Zögling(?) zur Hilfe und musste selbst noch einstecken. Letztlich änderte dies aber nichts daran, dass es für Dragan vom Frankfurter Publikum Sonderapplaus gab.

Die Stimmung hielt sich also und das Publikum war weiterhin dabei. Der Spaß ging auch direkt weiter mit dem Match einer Veteranin gegen eine Dame, die von ihr als „Rookie“ betitelt wird. Melanie Gray gegen „Killer“ Kelly aus Portugal. Kelly ist erst rund ein halbes Jahr in der wXw, mischt aber schon gut auf.

IMAG1192War es vor rund einem halben Jahr noch mehr ein eher lustiges und spaßiges Match zwischen Melanie Gray und Session Moth Martina, wurde dieses Duell auf einem ganz anderen Level und Niveau ausgetragen. Beide Damen scheuten nicht davor, sich im Ring und außerhalb des Rings zu profilieren. Dabei war es insbesondere Melanie, die das Heft wutentbrannt in die Hand nahm und Kelly aufzeigen wollte, wer Chefin im Ring ist. Aber Kelly wusste sich zur Wehr zu setzen und es entwickelte sich ein sehr ansehnliches Match, das sehr viele technische und kraftvolle Elemente enthielt. Das Momentum wechselte sogar, aber Kelly hatte am Ende nicht das Glück auf ihrer Seite und musste sich Melanie an diesem Abend geschlagen geben.

Respekt an beide Damen, da ziehe ich meinen Hut vor der Leistung, die gezeigt wurde. Bitte zukünftig mehr davon.

IMAG1212Danach wurde es mal Zeit für einen Titelkampf an diesem Abend in Frankfurt. Es ging um die wXw Shotgun Championship. Titelverteidiger Bobby Gunns, der sogar dort raucht, wo es verboten ist, stellte sich seinem Herausforderer „Dunkzilla“ Mark Davis. Dieses Match hatte nicht so ganz das Flair der vorhergehenden gehabt. Das lag auch mitunter daran, dass Bobby so seine Schwierigkeiten mit dem bulligen Mark Davis hatte. Mehrere Clotheslines hintereinander weg und Dunkzilla stand immer noch recht unbeeindruckt auf den Beinen. Die körperlichen Vorteile machte sich Mark Davis des Öfteren zu Nutze und demonstrierte sie häufig. Um dem zu entgehen änderte Bobby seine Taktik und begann den linken Arm Dunkzillas zu bearbeiten. Vorwiegend mit Armbars und Aufgabegriffen. Diese zeigten auch Wirkung. Dennoch schien das Match lange offen, bis es Bobby gelang einen Superplex vom zweiten Ringseil zu zeigen, der dem Kampf das Ende setzte. So blieb und bleibt Bobby weiterhin der wXw Shotgun Champion.

Anschließend kam Alexander James in den Ring und redete, erzählte und sprach von der großen Gelegenheit, die ihm zustünde, gegen Ilja Dragunov um den wXw Unified World Wrestling Championship anzutreten. Dabei verhöhnte er Ilja mehrere Male und sagte, dass Ilja Angst vor ihm habe und deswegen nicht antreten kann oder will und aufgrund dessen eine „Verletzung“ vortäuscht. Dabei muss man sagen, dass Ilja anscheinend tatsächlich mit einer Verletzung zu tun hat, denn die wXw erlaubt es ihm nicht mit dieser Verletzung ein Match zu bestreiten.

IMAG1234Aber Ilja wäre nicht Ilja, wenn er das einfach auf sich sitzen lassen würde. Selbstverständlich kam er unter großem Jubel heraus und stellte sich Alexander. Dabei mussten ihn aber zwei Offizielle zurückhalten, denn wie erwähnt, wrestlen darf er nicht. Während ihn also zwei Offizielle zurückhielten, machte Alexander mit seinen Sticheleien weiter und kratzte an der Ehre des Russen. Dieser hatte schwer damit zu kämpfen, sich unter Kontrolle zu halten. Aber sein Temperament ging mit ihm durch, er schoss so schnell aus der Ringecke hervor, dass nicht nur die beiden Offiziellen, sondern auch Alexander überrascht waren und machte seinen bekannten „Torpedo“ – einen Shoulder block, der Alexander zu Boden warf. Dies feierten die Fans lautstark.

IMAG1259Ein weiterer Titelkampf stand an und da ging es um die wXw World Tag Team Championship. Die Titelträger „Monster Consulting“ bestehend aus Avalanche und Julian Nero trafen dabei auf die Arrows of Hungary. Beide Teams arbeiteten jeweils gut zusammen und hatten dadurch jeweils ihre Momente. Zu Beginn waren es Monster Consulting, die Oberwasser hatten. Nachdem außerhalb des Rings Avalanche gegen die Ringtreppe gedonnert worden war, konnten die Pfeile aus Ungarn Julian Nero bearbeiten und waren dem Titelgewinn schon sehr nahe. Aber Julian Nero wehrte sich, so gut er konnte. Doch die Tag Team Moves der Ungarn haben schon ihre Wirkung gezeigt. Nur gut, dass sich Avalanche wieder aufrappeln konnte und dann seinem Namen alle Ehre machte. Wie eine Lawine kam er über die Ungarn und begrub sie unter sich. Das war der Beginn vom Ende der Titelträume für die Ungarn, die sich im Anschluss an die Naturgewalt geschlagen geben mussten. Auch hier blieb der Titel bei seinen Besitzern und wechselte nicht.

Kurz vor dem Hauptkampf des Abends rief Pete Bouncer im Ring Da Mack aus, der sich weder zeigte, noch anderweitig darauf reagierte. Wer weiß, was da im Busch ist.

IMAG1288Jedenfalls kamen nun Zack Sabre Jr., der sein Comeback feierte, und Lucky Kid in den Ring, um das Hauptmatch zu bestreiten. Es war ein sehr technisch versierter Kampf zwischen beiden, der von den Fans auch entsprechend honoriert wurde. Kraftaktionen gab es wenige zu sehen, dafür interessante und lustige Einlagen von Lucky Kid, der damit seinem Gimmick und seiner Rolle absolut gerecht wurde und einigen abwechselnden Schlägen auf die Brust, bei dem einer so laut Klatschte, dass die Fans „Holy Shit“ riefen. Zu all diesen Spielereien und anderen technischen Aktionen wurden auch etliche Submissions gezeigt. Einige sahen irgendwie so aus, als würde es sich um eine Verknotung der beiden Kontrahenten handeln. In dieser Form schenkten sich beide wenig und ein normaler Pin schien unmöglich, da sich keiner die Blöße geben wollte. So war es am Ende ein Aufgabegriff von Zack, bei dem Lucky Kid nicht abklatschte, sondern so langsam verblasste; also drohte ohnmächtig zu werden. Das sah der Ringrichter und beendete das Match, welches Zack Sabre Jr. Somit für sich entschied.

Es war ein großartiger Wrestlingabend. Es wurde viel geboten und die Fans honorierten dies mit Jubel und Applaus. Es wird wohl keine Frage sein, dass ich das nächste Mal am 02.09.2018 wieder vor Ort sein werde.

Offizielle Website: wXw-Wrestling

Offizielle Video-Website: wXw now

Im Test und angespielt: WRC7 – World Rally Championship für die Playstation 4 (PS4) – Über Schotter und Asphalt – Ein Rennspiel, das Konzentration und Fahrgeschick fordert

Wer sich schon immer mal mit Sebastien Ogier auf einer Schotterpiste, die quer durch den Wald führt, messen wollte, kann dies in WRC7 tun.

Das Spiel fixiert sich ausschließlich auf die Welt des Rally Sports. Die bekannten Größen wurden hierbei nicht vergessen, ebenso wenig die Autos und Strecken, auf denen sich alles abspielt.

Das Ganze ist so gesehen ein Vor- als auch Nachteil in einem, denn durch die Fixierung bleiben einem nicht sehr viele andere Möglichkeiten, als Karriere oder Online-Spiel, um das Spielerlebnis auch auf längere Sicht zu festigen.WRC7PS4 (1 von 8)

Aber der Reihe nach:

Sobald man das Spiel das erste Mal startet, darf man sich zunächst einer Fahrprüfung unterziehen, die ermittelt, wie gut die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit dem Auto und mit der Strecke, usw. sind, damit das Spiel eine Empfehlung für den Schwierigkeitsgrad aussprechen kann.

Hat man dies geschafft, so kann es auch schon losgehen; doch womit?

Lieber ein Video, statt lesen? Kein Problem:

Solo-Spiel:

Den Fahrtest kann man hier auch wiederholen, wenn man sich mit nach den Optionen und Einstellungen für die passende Tastenbelegung entschieden hat.

Grundsätzlich ist diese nämlich R2 – Beschleunigen; L2 – Bremsen; Kreis – Handbremse; Quadrat – Respawn; L1 – Licht; R1 – Scheibenwische; Linker Knüppel – Lenkung; linke oder rechte „Pfeiltaste“ – Kamera ändern

Ob man dadurch besser abschneidet, zeigt sich im individuellen Fall.

Das schnelle Spiel ist selbstverständlich die Variante, für die man sich entscheidet, wenn man nur mal eben ein oder zwei Rallys fahren, oder aber, wenn man neue Strecken kennen lernen möchte. Denn hier stehen Einem sämtliche Rallys und Etappen als auch alle Teams und Wagen von der WRC, der WRC2 und der WRC Junior zur Verfügung.WRC7PS4 (3 von 8)

Bei der angepassten Meisterschaft, kann man die Strecken, die man fahren möchte frei auswählen und kann in dieser Form ungeliebte Strecken auslassen. Das lohnt sich aber erst so wirklich, wenn man überhaupt Strecken kennt. Bei mir fiel dies also aus, da ich prinzipiell keine der Rallys kannte.

Die Karriere. Der wohl interessanteste Modus für Solospieler, wie ich einer bin. Um irgendwie Langzeitfreude an diesem Spiel zu haben, sollte die Karriere also schon etwas bieten.

Man beginnt seine Karriere in der WRC Junior, also der untersten Ebene. Dort hat man die Auswahl zwischen drei Teams, die ein wenig unterschiedlich aufgestellt sind. Zwar sind die Autos von den Werten her gleich, aber es gibt spezielle Teamboni, wenn ich das so richtig verstanden habe. Bei einem ist der Schaden um 5% verringert, während bei einem anderen 5% mehr Geschwindigkeit aber dafür 5% höherer Schaden aufgeführt wird. Das dritte Team ist ausbalanciert. Nachdem ich meine Fahrkünste analysiert habe, war es die beste Wahl auf 5% weniger Schaden zu setzen.

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Nach ein paar Rennen habe ich gemerkt, dass ein Rennwochenende aus 5 Etappen besteht, die am Ende zusammengerechnet werden. Wer dann am schnellsten war gewinnt die entsprechende Rally. Aber es gibt auch jeweils einen Extrapunkt für das Gewinnen einer dieser Etappen.

Zudem kann man sich ansehen, ob das Team mit einem zufrieden ist oder eben nicht. Am Rennwochenende müssen auch hier und da Reparaturen am Auto vorgenommen werden und dafür gibt es selbstverständlich Zeitlimits. Werden diese überschritten, so muss man mit Zeitstrafen leben. Nun, in dem einfachen Modus ist das fast obsolet, da das Auto kaum Schaden nimmt.

Des Weiteren kann man über den Reiter „Media“ schauen, ob einen Nachrichten erreichen. Darunter können dann sogar Vertragsangebote anderer Teams sein. Für so etwas bin ich aber derzeit noch zu schwach und habe zu wenige Rennen gefahren. Dafür ist jedes Rennen, jede Etappe, eine neue Herausforderung. Sei es durch die Uhrzeit, das Wetter oder natürlich durch die Beschaffenheit des Untergrunds, auf dem man fahren muss.

Durchaus ein interessanter Modus, der mir auf die ersten Blicke und Rennen gefällt. Ich bin neugierig und gespannt darauf, wie die eigene Karriere verläuft, wenn auch viele Punkte und Siege dazukommen werden.

Multiplayer:

Hier gibt es mehr als das reine Onlinespiel, denn auch für das lokale Vergnügen kann WRC7 genutzt werden. Dabei funktioniert dies entweder im Split-Screen oder aber im Hot Seat Modus, bei dem bis zu 8 Personen teilnehmen können.WRC7PS4 (8 von 8)

Selbstverständlich kann man sich auch online mit anderen Fahrern messen, was ich selbst aber nicht machen möchte, es sei denn, ich habe Lust mich grandios zu blamieren.

Herausforderung:

Diese Herausforderungen gibt es auch in anderen Spielen. Eine bestimmte Rally gilt es in Bestzeit zu fahren. Die Gegner sind in diesem Fall andere Spieler. Wer sich also einen Platz ganz vorne sichern möchte, muss das Spiel wirklich gut beherrschen, damit es was werden kann. Ansonsten schaut man, so wie ich, in die Röhre. Aber auch dafür gibt es Punkte für die Drivercard. Was sie genau bringt ist mir noch nicht so ganz klar. Aber man kann dort zumindest seine insgesamt gefahrenen Kilometer anzeigen lassen und noch ein paar andere Dinge.

Grafik, Sound, Steuerung / Fahrverhalten:

Grafisch ist das Spiel auf einem recht guten Level. Wobei ich gestehen muss, dass mich die Landschaft kaum interessiert, wenn ich versuche irgendwie auf der Strecke zu bleiben. Aber es wurde an so ziemlich alles gedacht. Von netten Bäumen und Felsen, über Abhänge und Barrikaden und natürlich auch Zuschauer. Die Autos sehen ihren Originalen sehr ähnlich, was ich sehr gut finde. Es gibt keine Minimap der Strecke; dafür aber einen Beifahrer.WRC7PS4 (7 von 8)

Beim Sound bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich Autos verschiedener Hersteller auch wirklich unterschiedlich anhören. Ich meine leichte Unterscheide gehört zu haben, aber vielleicht sind hier meine Ohren nicht auf die einzelnen Motorlaute genügend geschult. Fakt ist aber, dass Beschleunigen und Bremsen, sowie das Driften und Rutschen und die aufgewirbelten Steine absolut gut zu hören sind. Auch das Überfahren von Grünzeug macht sich bemerkbar. Hin und wieder kann man auch dem Geschrei der Zuschauer lauschen, wenn man dafür Zeit hat. Ein sehr wichtiger Bestandteil im Bereich Sound ist der Beifahrer, denn dieser erklärt einem die Strecke. Sobald man sich mit diesem Beifahrer und seinen vielen Hinweisen zu Kurven usw., angefreundet hat, kann man seine Informationen auch besser wahrnehmen und diese mit dem Streckenverlauf in Verbindung bringen.

Bei der Steuerung und dem Fahrverhalten fällt deutlich auf, dass es sehr schwierig ist das Auto zu kontrollieren. Insbesondere dann, wenn man auf Schotterpisten oder bei Regen unterwegs ist. Ich muss mich schon sehr konzentrieren, damit ich eine einigermaßen fehlerfreie Rally-Etappe hinbekomme. Und das gelingt nicht immer. Hier und da bricht das Auto aus oder lässt sich nicht mehr wirklich steuern. Das ist zwar auf der einen Seite frustrierend in manchen Situationen, aber auf der anderen Seite ist es genau das, was eine Rally in dieser Form auch ausmacht. Persönlich finde ich, dass dieser Bereich wahrscheinlich sehr nah an die Realität rankommt. Zwar habe ich keinen Vergleich mit der Realität, aber dafür einen Eindruck, wie schwer es ist, eine Rally mit geringem Schaden und hoher Geschwindigkeit zu überstehen.WRC7PS4 (6 von 8)

Mein Fazit zu WRC7:

Es macht recht viel Spaß und ist fahrerisch sehr fordernd. Unkonzentriert lässt sich das Spiel kaum bewältigen. Es wird Einem viel fahrerisches Können abverlangt. Gerade im Bereich der Fahrzeugkontrolle in Verbindung mit dem Untergrund und der Geschwindigkeit muss man auf vieles achten. Ich denke, dass das Spiel das Rallyfeeling durchaus näherbringt und somit für Rennsportfreaks als auch Rallyfans richtig gut ist. Noch offen ist für mich die Frage, wie lange die Karriere den Spielspaß aufrechterhalten kann. Das wird sich bei Zeiten zeigen.

WWE am 11.11.2017 in der SAP-Arena Mannheim

Die Vorfreude begann schon Monate zuvor, als die Karten für die Show in Mannheim bestellt wurden. Mit der gleichen Vorfreude ging es auch am Samstag zur SAP-Arena, um die Athleten der größten Wrestling-Liga wieder einmal live zu sehen.

Natürlich habe ich auch Bilder von diesem Abend. Zwar nur mit der Handykamera und aus ein wenig Entfernung, aber sie sind okay. Zur Galerie

Doch der Abend war im Nachhinein betrachtet ziemlich ernüchternd gewesen. Keines der angesetzten Matche konnte mich überdurchschnittlich begeistern oder in seinen Bann ziehen. Wenn ich diese Show mit anderen vergleiche, bei denen ich schon gewesen bin, dann war diese die schwächste von allen.

Rückblickend frage ich mich, woran das gelegen haben könnte:

  • Waren die Athleten an Tag 4 der Deutschland-Tour müde?
  • Ist die Luft an Tag 4 bei den exakt gleichen Matchansetzungen raus?
  • Hatte ich zu hohe Erwartungen an die Show?

Die Matches waren lange nicht so intensiv und spannend, wie ich es mir gewünscht hätte und wie diese im Vergleich zu anderen Shows gewesen waren. Oftmals hatte ich das Gefühl, dass versucht wurde mit lustigen und comedyartigen Elementen zu arbeiten, um die ständig gleichen Abläufe etwas attraktiver zu gestalten.

Dabei mag es durchaus lustig sein, wenn dies in zwei oder drei Matches vorkommt, aber muss es dann wirklich in jedem sein? Das war nicht, was ich mir von diesem Abend erhofft hatte.

Es war übrigens auch schwierig, sich in den Tagen zuvor nicht selbst mit den Matches und den Ausgängen selbiger zu spoilern. Dass es einen festgelegten Matchplan für die Tour gibt, ist nicht erst seit heute so. Aber anscheinend, so mein subjektiver Eindruck, ist das auch für die Athleten ermüdend, wenn sie mehrere Tage am Stück immer (fast) exakt das gleiche Programm abspielen müssen. Wäre es da nicht viel interessanter, aus dem vorhandenen Pool an verfügbaren Wrestlern verschiedene Matchpläne zu haben?

Durchaus sehr schade, denn an diesem Abend wäre mehr drin und möglich gewesen, als angeboten wurde. Vielleicht das nächste Mal, damit die Show dem Eintrittspreis wieder gerechter wird.

Dennoch möchte ich kurz die Matches beschreiben.

Match 1: Finn Balor vs. Bray Wyatt:

Nach dem tollen Einzug von Bray Wyatt hat dieser fürs Erste mehr Zeit ausserhalb des Rings verbracht als im Ring. Das kam natürlich nicht besonders gut beim Publikum an und als er sich anschickte das Match gänzlich zu verlassen, nahm Finn Balor das Mikrofon und forderte Bray Wyatt dazu auf seinen Mann zu stehen.

Das machte er dann auch und die beiden Athleten boten einen ansehnlichen Kampf, der ausgeglichen schien und keine größeren Vorteile für einen der beiden aufkommen ließ. Am Ende war es aber Finn Balor, der mit seinem Finishing Move und dem Pin das Match für sich entschied.

Match 2: Titus O’Neil und Apollo Crews vs. Curt Hawkins und Goldust:

Eine etwas ungerecht anmutende Ansetzung, wenn man sich die Wrestler so ansieht. Während Titus und Apollo im Prinzip nur aus Muskeln bestehen, sucht man diese Statur bei ihren Gegnern vergebens.

Sicher wird es schmerzhaft sein, wenn der hochgewachsene Titus O’Neil einem auf die Brust schlägt, aber muss man danach im Ring herumlaufen, als wäre man von einem Elektroschocker getroffen worden, lieber Goldust? Der Rest war hingegen recht amüsierend.

Es entwickelte sich ein schönes, recht intensiv aussehendes Match, als Apollo Crews der Aktive im Ring war und gegen Goldust und Curt Hawkins wirklich schöne Moves zeigte. Er schaffte es jedoch nicht zu einem schnellen Wechsel und das nutzten Goldust und Curt zunächst zu ihrem Vorteil aus. Doch als dann Titus O’Neil wieder an der Reihe war, räumte er einmal kurz auf und beendete das Match. Sieg für die sympathischen Muskelmänner.

Match 3: Enzo Amore vs. Kalisto (Cruiserweight Title Match):

Die beste Figur machte Enzo Amore bei seinem Einzug. Während des Matches selbst hatte er nur selten die Oberhand. Kalisto hingegen zeigte seine Beweglichkeit und schönen Sprungkicks, jedoch nur ganz selten einen seiner typischen Sprünge oder Flüge, für die man ihn kennt. Mit etwas Glück undseinem Größenvorteil gegenüber Kalisto konnte er diesen jedoch einmal richtig auf die Matte schicken und seinen Titel verteidigen. Schade für den armen Kalisto, der aber im Anschluss noch von den Fans gefeiert wurde.

Match 4: Samoa Joe vs. Jason Jordan:

Vermutlich war dies das ansehnlichste Match des Abends, wenn auch die spektakulären Szenen fehlten. Samoa Joe hatte zumeist die Vorteile auf seiner Seite, während das Talent und die Ringbeweglichkeit von Jason Jordan ab und an durchblitzten. Aber am Ende verzettelte er sich bei einem Pinversuch und da nahm in Samoa Joe in seinen gefürchteten Aufgabegriff, der auch zur Aufgabe führte.

Match 5: Braun Strowman vs. Kane:

Das hätte ein toller Kampf werden können. Wenn sich zwei kräftige Riesen gegenüberstehen und beide für ihre ausdauernde und recht harte Art bekannt sind, könnte ein schönes Match entstehen, wäre da nicht momentan die Rolle Kanes, der alles zerstören will oder muss.

So kam es nur zu wenigen Aktionen im Ring, ehe Kane einen Stuhl auspackte und damit auf Braun Strowman einschlug. Selbstverständlich wurde er dafür disqualifiziert, was ihn aber nicht weiter zu stören schien. Übrigens hatte er noch einen Tisch vorbereitet, durch welchen er Braun Strowman schicken wollte. Doch dieser befreite sich aus dem Griff und schmiss stattdessen Kane mit einem Powerslam hindurch. Das fanden die Fans toll und applaudierten hierfür.

Match 6: Bayley, Sasha Banks und Asuka vs. Nia Jax, Dana Brooke und Alexa Bliss:

Für dieses Match gab es eine Gastringrichterin aus den Reihen der Athletinnen, nämlich Alicia Fox. Sie hat ihre Aufgabe recht gut gemacht und war teilweise ein bisschen zu sehr motiviert. Als es mehrere Pinversuche hintereinander gab, hat sie einfach auch mal einen gemacht und erntete dafür fragende Blicke und Gesten, die sie mit einer beantwortete, die nach „Was denn, ich möchte auch?!“ aussah.

Es wirkte aber so, als hielten sich die Damen etwas zurück in ihren Aktionen. Erst Asuka nahm Fahrt auf und zeigte ihr Können gegen Nia Jax und Dana Brooke. Zurückhaltung kennt die Frau as Japan nicht und sorgte auch dafür, dass sie mit ihrem Hintern Alexa Bliss vom Ringrand schmiss. Letztlich sorgte sie damit für die freie Bahn zum Pin und somit auch zum Sieg für ihr Team.

Match 7: The Miz vs. Matt Hardy (Intercontinental Title Match):

The Miz übte sich in der deutschen Sprache und machte sich nicht unbedingt beliebt dabei. Die Fans forderten in den nächsten Minuten stets, dass Curtis Axel, der zur Miztourage gehört, anstelle von The Miz im Ring antreten sollte. Zwischendurch kam auch Matt Hardy in den Ring und es dauerte eine Weile, bis das Match starten konnte. Vorher musste Miz nochmals nachhaken, ob die Fans wirklich gegen ihn sind.

Es fehlte irgendwie der letzte Biss in diesem Match, wenn auch beide gute Aktionen im Ring zeigten. Bo Dallas, der zweite Mitläufer in der Miztourage, wurde vom Ringrichter zwischendurch sogar des Rings verwiesen. Dabei schien es als würden dem Referee die Pferde durchgehen. Nicht nur, dass es dramatisch aussah, als er auf Bo Dallas zeigte, nein er machte auch noch einen Purzelbaum im Ring, um dann in Richtung des Ausgangs zu deuten.

Jedenfalls kontne The Miz am Ende das Match für sich entscheiden, nachdem Curtis Axel den Ringrichter ablenkte und Bo Dallas, der eigentlich nicht mehr hätte da sein dürfen, Matt Hardy eine überzog.

Match 8: The Bar vs. The New Day vs The Shield – 3 Way Tag Team Title Match:

Eigentlich gehören The New Day zu SmackDown, aber sie waren tatsächlich da um beim Titelkampf um den RAW Tag Team Titel mitzumischen. Dieser wird aktuell von Cesaro und Sheamus (The Bar) gehalten. Einwechseln konnte jeder jeden, also es musste nicht zwangsläufig der eigene Tag-Team-Partner sein. Das passierte im Lauf des Matches auch immer wieder mal.

Jedes, der drei Teams, hatte zwischendurch mal Oberwasser und wurde kurz darauf vom nächsten abgelöst. Seth Rollins hatte dabei die längste Zeit im Ring, ehe er zu einem Wechsel kommen konnte. Zuvor wehrte er sich tapfer gegen Cesaro und Sheamus als auch gegen kofi Kingston und Xavier Woods (The New Day).

Kurz nachdem Dean Ambrose im Ring war, gab es ein kleines Durcheinander und es sah fast so aus, als könnte sich The Shield den Titel wieder zurückholen. Aber durch die Wechselregularien war es Cesaro, der sich raffiniert einwechselte und damit die Titelverteidigung einläutete.

Während The Bar nun eigentlich auf dem Weg in die Kabine waren, sprach Seth Rollins über Mikrofon, dass The New Day mit ihrer Einmischung bei diesem Titelkampf die Chancen für The Shield gründlich vermiesten, er aber dennoch Respekt vor ihrer Leistung hat. Daraufhin streckte er seine Hand aus, um das Zeichen des Respekts zu untermauern. Die Antwort war kein Handschlag, sondern ein Angriff auf The Shield.

Die Raw Superstars waren davon nicht angetan, sodass sich The New Day bald The Bar, die wieder zurückkamen, The Shield, Finn Balor und Samoa Joe gegenüber sahen. Fliehen war nicht mehr möglich und so kam es, wie es kommen musste: The New Day wurde nach Herzenslust vermöbelt. Selbst Braun Strowman kam noch einmal heraus, nachdem die Fans seinen Namen skandierten, um ebenfalls ein paar harte Fakten an The New Day zu verteilen. WWE111117 (120 von 120)

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