Wrestling in der Batschkapp Frankfurt: die wXw (westside Xtreme Wrestling) war am 21.04.2018 zu Gast mit der „We love Wrestling Tour“

Es ist nun schon über ein halbes Jahr her, als die wXw das letzte Mal zu Gast in Frankfurt war. Es war der 30.09.2017, und auch dort war ich vor Ort und habe davon berichtet. Hier geht es zum Artikel -> wXw Batschkapp 30.09.2017

Schon damals war ich begeistert und freute mich umso mehr auf diesen Abend, der mich auch nicht enttäuschen sollte. Die Batschkapp war ausverkauft und mein Sitzplatz in der ersten Reihe war ein klein wenig suboptimal, aber immer noch sehr gut. Ausverkauft bedeutet übrigens 450 Zuschauer.

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Der Event aus Frankfurt wird ab dem 24.04.2018 auf dem offiziellen Videoportal der wXw zu sehen sein. Hier gelangt ihr dahin: Offizielle Video-Website: wXw now

IMAG1159Vielen ist die wXw vielleicht noch kein Begriff und ich erwähne es, so wie in meinem damaligen Bericht, gerne erneut: die deutsche Organisation „wXw“ also Westside Xtreme Wrestling, mit ihrem Sitz in Essen, ist die größte dieser Art Deutschlands. Aus dieser sind sogar bereits einige Wrestler hervorgetreten, die nun in der WWE ihre Brötchen und Hamburger verdienen.

Auch das hier erwähne ich sicherheitshalber auch nochmal: die Sitzreihen sind nicht durch eine Barriere vom Ringbereich getrennt. Dadurch ist man sehr nahe am Geschehen und wenn es passiert, auch Teil davon. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Wrestler in die Zuschauer geschubst wird oder vor ihnen liegt. Deswegen sollte man immer ein Auge auf das Geschehen haben, damit man weder sich noch einen Wrestler verletzten könnte.

Dann ging der Abend auch schon los und das mit einem sehr interessanten Match sogar. Gleich vier Wrestler durften sich in einem „Fatal4-Way“ Match messen. Gut, okay, in der wXw wird diese Matchart anders genannt, aber der Begriff aus der WWE dürfte hier gängiger sein. Eigentlich sollte es erst ein „Triple Threat Match“ sein, aber dies wurde kurzfristig geändert.

Der Erfurter Marius Al-Ani, besser bekannt als „Ninja Warrior“, Ivan Kiev und David Starr waren ohnehin für dieses Match angekündigt. Der vierte Mann im Ring wurde niemand Geringeres als Emil Sitoci, der dienstälteste Wrestler in der wXw.

IMAG1170Während zu Beginn noch alle im Ring standen und sich unkoordiniert prügelten, dauerte es auch nicht lange, bis die ersten aus dem Ring geworfen wurden. So ergaben sich sehr ansehnliche und technisch versierte Kämpfe, die oftmals von einem Rückkehrer unterbrochen wurden. Zwischenzeitlich gab es sogar eine „Headlock-Kette“ – ein sehr interessanter Anblick. Dieses Match der Vier kam sehr gut beim Frankfurter Publikum an. Die Wechsel der Ringhoheit waren schneller passiert, als man schauen konnte, bis ein weiteres Mal zwei der vier Akteure außerhalb des Rings waren. Es standen sich nun Ninja Warrior und Ivan Kiev gegenüber. Ein paar schöne Moves von beiden, doch dann packte Ninja einen Aufgabegriff aus, dem Ivan in der Mitte des Rings nichts entgegenzusetzen hatte und aufgeben musste. So gewann der Erfurter dieses aufregende erste Match und das Publikum jubelte.

Das war mal ein Auftakt nach Maß. Sehr wünschenswert. Das Publikum war da und wurde mitgerissen. So konnte und sollte es auch weitergehen.

Es folgte ein Match, das eine gewisse Ungleichheit in sich trug. „Dirty Dragan“ musste gegen den Adler der wXw „Absolute Andy“ antreten. Letzterer wird, bzw. wurde von Samoa Joe trainiert. Der Name kommt euch bekannt vor? Zurecht, er ist derzeit aktiver Wrestler der WWE.

IMAG1175Bevor dieses Match so richtig losging, war schon allein durch die Optik der beiden zu erkennen, wer die Vorteile auf seiner Seite haben sollte. So war es auch nicht verwunderlich, dass Andy in seiner dominanten Art und Weise Dragan aufforderte sich einfach hinzulegen und sich pinnen zu lassen. So käme dieser schmerzfrei davon. Doch weder Dragan noch das Publikum wollten das. Wenn auch Dragan so aussah, als wüsste er nicht so richtig, ob er nicht vielleicht doch darauf eingehen sollte. Letztlich begann dieses Match dann doch und Dragan musste sehr viel einstecken. Sowohl im Ring als auch außerhalb des Rings. Dabei bewies er aber Nehmerqualitäten und wehrte sich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln. Nur hatten diese gegen die dominante Art von Andy kaum Wirkung. Dafür hatte er den Zuspruch und die Fans in Frankfurt hinter sich, die ihm zujubelten. Die Sympathien konnten nicht klarer verteilt sein. Doch am Ende musste er sich geschlagen geben und Andy gewann das Match nach einer Serie von kraftvollen Moves. Das Match war entschieden, aber Andy noch nicht fertig. Es gab somit also noch einen „Nachschlag“ für Dragan; im wahrsten Sinne des Wortes. Aber Emil Sitoci eilte seinem Zögling(?) zur Hilfe und musste selbst noch einstecken. Letztlich änderte dies aber nichts daran, dass es für Dragan vom Frankfurter Publikum Sonderapplaus gab.

Die Stimmung hielt sich also und das Publikum war weiterhin dabei. Der Spaß ging auch direkt weiter mit dem Match einer Veteranin gegen eine Dame, die von ihr als „Rookie“ betitelt wird. Melanie Gray gegen „Killer“ Kelly aus Portugal. Kelly ist erst rund ein halbes Jahr in der wXw, mischt aber schon gut auf.

IMAG1192War es vor rund einem halben Jahr noch mehr ein eher lustiges und spaßiges Match zwischen Melanie Gray und Session Moth Martina, wurde dieses Duell auf einem ganz anderen Level und Niveau ausgetragen. Beide Damen scheuten nicht davor, sich im Ring und außerhalb des Rings zu profilieren. Dabei war es insbesondere Melanie, die das Heft wutentbrannt in die Hand nahm und Kelly aufzeigen wollte, wer Chefin im Ring ist. Aber Kelly wusste sich zur Wehr zu setzen und es entwickelte sich ein sehr ansehnliches Match, das sehr viele technische und kraftvolle Elemente enthielt. Das Momentum wechselte sogar, aber Kelly hatte am Ende nicht das Glück auf ihrer Seite und musste sich Melanie an diesem Abend geschlagen geben.

Respekt an beide Damen, da ziehe ich meinen Hut vor der Leistung, die gezeigt wurde. Bitte zukünftig mehr davon.

IMAG1212Danach wurde es mal Zeit für einen Titelkampf an diesem Abend in Frankfurt. Es ging um die wXw Shotgun Championship. Titelverteidiger Bobby Gunns, der sogar dort raucht, wo es verboten ist, stellte sich seinem Herausforderer „Dunkzilla“ Mark Davis. Dieses Match hatte nicht so ganz das Flair der vorhergehenden gehabt. Das lag auch mitunter daran, dass Bobby so seine Schwierigkeiten mit dem bulligen Mark Davis hatte. Mehrere Clotheslines hintereinander weg und Dunkzilla stand immer noch recht unbeeindruckt auf den Beinen. Die körperlichen Vorteile machte sich Mark Davis des Öfteren zu Nutze und demonstrierte sie häufig. Um dem zu entgehen änderte Bobby seine Taktik und begann den linken Arm Dunkzillas zu bearbeiten. Vorwiegend mit Armbars und Aufgabegriffen. Diese zeigten auch Wirkung. Dennoch schien das Match lange offen, bis es Bobby gelang einen Superplex vom zweiten Ringseil zu zeigen, der dem Kampf das Ende setzte. So blieb und bleibt Bobby weiterhin der wXw Shotgun Champion.

Anschließend kam Alexander James in den Ring und redete, erzählte und sprach von der großen Gelegenheit, die ihm zustünde, gegen Ilja Dragunov um den wXw Unified World Wrestling Championship anzutreten. Dabei verhöhnte er Ilja mehrere Male und sagte, dass Ilja Angst vor ihm habe und deswegen nicht antreten kann oder will und aufgrund dessen eine „Verletzung“ vortäuscht. Dabei muss man sagen, dass Ilja anscheinend tatsächlich mit einer Verletzung zu tun hat, denn die wXw erlaubt es ihm nicht mit dieser Verletzung ein Match zu bestreiten.

IMAG1234Aber Ilja wäre nicht Ilja, wenn er das einfach auf sich sitzen lassen würde. Selbstverständlich kam er unter großem Jubel heraus und stellte sich Alexander. Dabei mussten ihn aber zwei Offizielle zurückhalten, denn wie erwähnt, wrestlen darf er nicht. Während ihn also zwei Offizielle zurückhielten, machte Alexander mit seinen Sticheleien weiter und kratzte an der Ehre des Russen. Dieser hatte schwer damit zu kämpfen, sich unter Kontrolle zu halten. Aber sein Temperament ging mit ihm durch, er schoss so schnell aus der Ringecke hervor, dass nicht nur die beiden Offiziellen, sondern auch Alexander überrascht waren und machte seinen bekannten „Torpedo“ – einen Shoulder block, der Alexander zu Boden warf. Dies feierten die Fans lautstark.

IMAG1259Ein weiterer Titelkampf stand an und da ging es um die wXw World Tag Team Championship. Die Titelträger „Monster Consulting“ bestehend aus Avalanche und Julian Nero trafen dabei auf die Arrows of Hungary. Beide Teams arbeiteten jeweils gut zusammen und hatten dadurch jeweils ihre Momente. Zu Beginn waren es Monster Consulting, die Oberwasser hatten. Nachdem außerhalb des Rings Avalanche gegen die Ringtreppe gedonnert worden war, konnten die Pfeile aus Ungarn Julian Nero bearbeiten und waren dem Titelgewinn schon sehr nahe. Aber Julian Nero wehrte sich, so gut er konnte. Doch die Tag Team Moves der Ungarn haben schon ihre Wirkung gezeigt. Nur gut, dass sich Avalanche wieder aufrappeln konnte und dann seinem Namen alle Ehre machte. Wie eine Lawine kam er über die Ungarn und begrub sie unter sich. Das war der Beginn vom Ende der Titelträume für die Ungarn, die sich im Anschluss an die Naturgewalt geschlagen geben mussten. Auch hier blieb der Titel bei seinen Besitzern und wechselte nicht.

Kurz vor dem Hauptkampf des Abends rief Pete Bouncer im Ring Da Mack aus, der sich weder zeigte, noch anderweitig darauf reagierte. Wer weiß, was da im Busch ist.

IMAG1288Jedenfalls kamen nun Zack Sabre Jr., der sein Comeback feierte, und Lucky Kid in den Ring, um das Hauptmatch zu bestreiten. Es war ein sehr technisch versierter Kampf zwischen beiden, der von den Fans auch entsprechend honoriert wurde. Kraftaktionen gab es wenige zu sehen, dafür interessante und lustige Einlagen von Lucky Kid, der damit seinem Gimmick und seiner Rolle absolut gerecht wurde und einigen abwechselnden Schlägen auf die Brust, bei dem einer so laut Klatschte, dass die Fans „Holy Shit“ riefen. Zu all diesen Spielereien und anderen technischen Aktionen wurden auch etliche Submissions gezeigt. Einige sahen irgendwie so aus, als würde es sich um eine Verknotung der beiden Kontrahenten handeln. In dieser Form schenkten sich beide wenig und ein normaler Pin schien unmöglich, da sich keiner die Blöße geben wollte. So war es am Ende ein Aufgabegriff von Zack, bei dem Lucky Kid nicht abklatschte, sondern so langsam verblasste; also drohte ohnmächtig zu werden. Das sah der Ringrichter und beendete das Match, welches Zack Sabre Jr. Somit für sich entschied.

Es war ein großartiger Wrestlingabend. Es wurde viel geboten und die Fans honorierten dies mit Jubel und Applaus. Es wird wohl keine Frage sein, dass ich das nächste Mal am 02.09.2018 wieder vor Ort sein werde.

Offizielle Website: wXw-Wrestling

Offizielle Video-Website: wXw now

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wXw – Fight Forever Tour – 30.09.2017 – Batschkapp Frankfurt

Wrestling in der Batschkapp? Ja, auch das gibt es! Es muss nicht immer die weltweit größte Organisation WWE sein, um gute Showkämpfe zu sehen. Die deutsche Organisation „wXw“ also Westside Xtreme Wrestling, mit ihrem Sitz in Essen, ist die größte dieser Art Deutschlands. Aus dieser sind sogar bereits einige Wrestler hervorgetreten, die nun in der WWE ihre Brötchen und Hamburger verdienen.

Die Batschkapp an sich sah noch ungewohnter aus als sonst. Ein Ring, Stühle, eine Rampe auf die Bühne. Das war auch für mich mal etwas Neues. Aber gut, hinein in die mir gut bekannte Stube und meinen Platz in der vordersten Reihe beziehen. Wenn schon, denn schon, hatte ich mir bei der Kartenbestellung gedacht. Das erste Mal live bei der wXw und in der ersten Reihe. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Wer nicht so viel lesen möchte, kann sich in der Galerie 199 Bilder vom Event ansehen. Einfach >> HIER << klicken.

Mal ganz wichtig vorab: die Sitzreihen sind nicht durch eine Barriere vom Ringbereich getrennt. Dadurch ist man sehr nahe am Geschehen und wenn es passiert, auch Teil davon. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Wrestler in die Zuschauer geschubst wird oder vor ihnen liegt. Deswegen sollte man immer ein Auge auf das Geschehen haben, damit man weder sich noch einen Wrestler verletzten könnte.

Die Aufregung wurde größer als die Lichter ausgingen und der Ringsprecher in den Ring stieg um das erste Match des Abends anzukündigen. Es wurde also Zeit für Ringaction mit Jay Skillet aus Deutschland, der gegen den wXw Veteran Emil Sitoci aus den Niederlanden antrat. Die Sympathien waren dabei ganz klar auf der Seite von Jay zu finden, welchem das Publikum während des Kampfes stets mit Sprechchören und Klatschen Unterstützung zuwendete.

Beim Einlauf kamen sie schon nahe am Publikum vorbei. Jeder mit seinem nominellen Tag-Team-Partner, die sich zumeist ausserhalb des Rings aufhielten. Diese hatten zwischendurch ebenfalls eine kleine Meinungsverschiedenheit, bei der selbst ich aufpassen musste, dass von beiden keiner auf mir landete oder Ähnliches. Näher als nah am Geschehen sage ich mal dazu. Aber es hat auch seine Reize. Im Ring war die Action klasse. Schöne Aktionen und Moves, sogar von den Seilen, waren zu sehen. Interaktionen mit dem Publikum gab es von beiden Wrestlern, wenngleich sich Emil über die Unterstützung für Jay etwas brüskierte. Beide Kontrahenten zeigten einen sehr guten Showkampf, bei dem durchaus jeder die Chance auf den Sieg hatte. Aber Emil war am Ende doch etwas erfahrener um den Kampf für sich zu entscheiden.20170930_181951

Dieser erste Kampf war schon mal sehr gut und machte mir Lust auf mehr davon. Mein Eindruck war jedenfalls, dass das Können der Wrestler aus der wXw dem Können der WWEler in nicht viel nachsteht. So hoffte ich, dass sich dieser Eindruck auch bei den restlichen Kämpfen weiter bestätigen sollte.

Weiter ging es schon direkt mit dem nächsten Kampf, den zwei Herren aus den USA bestritten. Alexander James gegen Timothy Thatcher. Dass gerade diese beiden Wrestler noch etwas mehr zu bieten hatten als reine Kraft, wurde im Verlauf des Kampfes deutlich sichtbar. Viele technisch geprägte Moves und Aufgabegriffe waren an der Tagesordnung. Beide schenkten sich nichts und so ging es immer wieder hin und her. Ein wahrlich spannendes Match, bei dem sich keiner der beiden so richtig profilieren konnte. Dennoch gelang es am Ende Timothy das Match für sich zu entscheiden.20170930_183300(0)

Zu diesem Zeitpunkt war ich schon sehr begeistert ob dessen, was im Ring angeboten wurde. Es ist definitiv keine Amateurliga, sondern ein professioneller Ablauf. Das gefiel mir sehr gut. Weiter, weiter und mehr davon.

Der folgende Kampf sollte schon von Beginn an mit einem gewissen Ungleichgewicht starten. Während „The Avalanche“, ein Österreicher, mit Masse und Kraft daherkam, war sein Gegner eher ein Leichtgewicht. Der Luswigshafener „Da Mack“ musste sich ihm gegenüberstellen. Doch war es nicht nur ein Kampf des Kampfes wegen, nein es ging auch darum, wer Herausforderer Nummer 1 um den wXw Shotgun Title werden sollte. Nach einem kurzen Abtasten zu Beginn zeigte The Avalanche seine Kraftvorteile und konnte Da Mack bei Sprungtrittversuchen abfangen. Sogar ausserhalb des Rings war dies der Fall. Zwar konnte sich Da Mack sehr häufig  aufgrund seiner Geschwindigkeit und Wendigkeit beweisen, aber am Ende war er leider doch der Kraft seines Gegners unterlegen. Da Mack landete übrigens einmal in den Zuschauern, als er vom Ringrand geschubst wurde. Seine technische Basis ist sehr solide und ich glaube, wenn er darauf weiter aufbaut, wird er noch sehr weit kommen.20170930_184454

Das Match war jedenfalls sehr spannend durch die gegensätzlichen Charaktere und brachte viele Elemente in den Kampf hinein. Es war sehr schön anzuschauen und bei manch einer Aktion war mitfühlen für Da Mack unausweichlich. Er hat mit mir definitiv einen neuen Fan gewonnen.

Vor der Pause gab es noch einen Kampf, bei dem schon im Vorfeld die Sympathien erneut eindeutig verteilt waren. Der „Ring-General“ Walter aus Österreich traf auf Bobby Gunns, der trotz Rauchverbots in der Batschkapp mit einer angezündeten Zigarette, rauchend, den Ring betrat. So einem Frevel musste mal gezeigt worden, wo der Hammer hängt. Während sich Bobby zu Beginn des Kampfes überwiegend mit weglaufen beschäftigte, wartete Walter nur darauf ihn packen zu können. Und wenn er ihn hatte, dann klatschte es meist ziemlich laut durch die Batschkapp, denn die Schläge oder Chops auf die Brust von Bobby waren mehr als nur deutlich zu hören. Sehr zur Freude der Zuschauer in der Batschkapp, die fast jeden dieser Schläge bejubelten. Aber auch die Missgunst gegenüber Bobbys flüchtende Art war durch Schmährufe und entsprechende Betitelungen zu hören. Man muss ihm aber eingestehen, dass seine Idee, sich auf den rechten Arm und die rechte Hand von Walter zu fixieren nicht verkehrt war. Jedoch gelang es ihm nicht den entscheidenden Vorteil daraus zu erzielen. Zum Ende hin war Walters Ringerfahrung und Kraft siegriech. Walter bot Bobby nach dem Kampf noch den Handschlag an, welcher von Bobby mit dem Zeigen seiner Mittelfinger verwehrt wurde.20170930_190339

Dann hieß es erst einmal Pause und durchatmen. Während dieser Pause sah ich mich ein wenig bei dem zahlreichen Merchandise um, das nicht nur von der wXw, sondern auch von der WWE war. Viele tolle Artikel von T-Shirts über Figuren bis hin zu Champions-Titeln. Leider gab es das T-Shirt mi der Aufschrift „Suplex City“, das Brock Lesnar zuzuordnen ist, nicht mehr in meiner Größe. Schade, aber na gut, das Internet wird schon weiterhelfen.

Nach der Pause standen noch zwei weitere Kämpfe auf dem Programm. Und den ersten davon durften zwei Ladies bestreiten. Bei diesem Match ging es um Punkte für das in Kürze anstehende wXw Women’s Title Tournament. Melanie Gray, gekleidet als Schneewittchen, trat dabei gegen die aus Irland stammende Martina an. Letztere feierte ihren Einzug so sehr, dass sie zu Kampfbeginn schon ein wenig erschöpft wirkte. Oder vielleicht auch schon zu sehr angetrunken. Ihr enormer Drang nach Bier wurde aber vom Publikum unterstützt. Die Anfeuerungsrufe für Martina waren schlicht und ergreifend „Beer, Beer, Beer…“ Jedenfalls war das Match sehr unterhaltsam und bot neben dem Unterhaltungswert durch das Bier auch tolle Szenen im Ring mit interessanten Moves und Aufgabegriffen an. Melanie hätte sich aber vielleicht doch nicht am Bier von Martina vergreifen sollen. Dies weckte bei der erschöpften Irin ungeahnte Kräfte, die mit dem Sieg einhergingen. Danach wurde wieder wild gefeiert und Bier getrunken.20170930_195645

Das war mal etwas Anderes, aber Spaß hat es definitiv gemacht. Die beiden Damen haben gezeigt, dass ihr Unterhaltungswert auch im Ring zu finden ist. Eine sehr gute Sache, da Frauenwrestling doch sehr oft zu kurz kommt und viel zu oft unterschätzt wird.

Dann war es endlich so weit. Der Hauptkampf des Abends stand an und es war ein 5 gegen 5 Eliminierungsmatch. Auf der einen Seite stand die Truppe des Teams „Rise“ während sich auf der anderen Seite das „Team wXw“ befand. Wie es bei solchen Ansetzungen üblich ist, gab es erstmal ein riesen Chaos, ein riesengroßes Durcheinander. Es wurde einfach überall gekämpft. Ob im Ring, oder Ausserhalb oder sogar bis hin zur Bühne. Ich wusste gar nicht wo ich hingucken soll. Wobei es doch am Besten war das Geschehen vor mir zu beachten, denn hier hätte es auch für die Zuschauer der ersten Reihe ein wenig gefährlich werden können. Bis sich dieses Chaos einigermaßen auflöste, dauerte es doch sehr lange. Zwischendurch wurde schon mal ein Tisch aufgebaut, mit dem Titelgürtel zugeschlagen, eine Rohrzange und ein Klappstuhl hervorgeholt, mit denen auch schon eingedroschen wurde. Der Ringrichter hatte in der Folge einiges zu tun und sprach vier Disqualifizierungen wegen der Verwendung dieser Gegenstände aus. Irgendwann fiel dann auch jemand von Rise durch den Tisch und war minutenlang mit träumen beschäftigt. Nach und nach wurden weitere Wrestler eliminiert bis sich am Ende beide Anführer der jeweiligen Gruppierung gegenüberstanden. Von Rise war es „Bad Bones“ John Klinger und vom Team wXw der bisher ungeschlagene Ilja Dragunov. Beide boten ein hart umkämpftes Match, bei dem John mehrere erfolglose Pin-Versuche nach großartigen Moves zeigte. Während er fassungslos wirkte, forderte Ilja permanent weitere Schläge, die er auch bekam. Aber dies schien ihm irgendwie Energie zu geben, die er dazu nutzen konnte den Kampf für sich und sein Team zu entscheiden.20170930_201512

Das war ein fantastisches Hauptmatch. Ich kann jedem Wrestlingfan nur empfehlen sich dieses am dem 03.10.2017 auf der offiziellen Website der wXw anzusehen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich war definitiv so sehr von diesem ganzen Event begeistert, dass ich mir zukünftig mit Sicherheit noch mehrere Shows dieser Liga ansehen werde.

Offizielle Website: wXw-Wrestling

Offizielle Video-Website: wXw now