UmaiBox August 2017 – japanische Süßigkeiten und Snacks

Meine erste UmaiBox mit japanischen Süßigkeiten kam am 23.08.2017 bei mir an. Spannung und Neugierde, aber auch Skepsis, machten sich sofort gegenüber diesen mir fremden Leckereien breit. Oh Wunder, die Absenderadresse ist irgendwo in Tokyo.

Über Nihonbox kann man zwischen 2 Arten von Boxen auswählen: zum Einen jene mit Süßigkeiten (welche ich hier vorstelle) und zum Anderen eine in der auch Spielzeuge und traditionelle japanische Gegenstände enthalten sind. Des Weiteren hat man die Möglichkeit bei den Abonnements zwischen mehreren Varianten auszuwählen. Meine Wahl fiel auf die monatliche Variante, da ich mir natürlich noch nicht sicher sein konnte, ob mir die Inhalte gefallen und ob ich nach dem Genuss noch lebe. (Spaß am Rande) Die UmaiBox kostet bei dieser Variante 23,89 € inkl. Versand. Kündigen kann man übrigens nach jedem Zahlungsturnus, der jeweils um den 10. eines Monats stattfindet.

02Zunächst sah ich mir den Inhalt dieser Box an, denn vielleicht ließ sich ja schon erkennen was vielleicht in den kleinen Tütchen und Verpackungen drin sein könnte.
Das Ein oder Andere, wie weiße Schokolade, erschien mir doch recht sinnig. Aber manche von den Sachen ließen mir ein riesengroßes Fragezeichen über dem Kopf wachsen.

Glücklicherweise ist ein Faltblatt dabei, auf dem die süßen Speisen beschrieben werden. Zwar auf Englisch, aber das stört mich nicht weiter. Immerhin erste Hinweise darauf, was ich mir nun in der nächsten Zeit in den Magen hauen werde.

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Eine längliche Verpackung weckte mein05 Interesse als Erstes. Doch erstmal schauen, worum es sich hier handelt. „Umaibo pumpkin corn beef tongue and salt“ Umaibo ist in dem Fall ein Markenname, der Rest ist auch verständlich: „Kürbismais mit Rinderzunge und Salz“. Direkt beim Öffnen verbreitete sich ein Duft, der mich an Getreide erinnerte. Das kam mir etwas bekannt vor. Okay, also einmal reinbeißen und probieren. Luftig locker, knusprig und geschmacksintensiv. Aber vor Allem: lecker! Ich war doch sehr überrascht, dass diese Kombination aus Kürbismais mit der Würzung aus Rinderzunge und Salz so gut schmeckte. Kurzum habe ich diesen Snack verputzt. Dieser ist definitiv empfehlenswert.

06Die zweite Süßigkeit, die mich ansprach, war „Ginza Rusk“. Crisp07 mit weißer Schokolade. Und der Clou dabei soll sein, dass diese auch bei sommerlichen Temperaturen nicht schmelzen soll. Das mit der Temperatur konnte ich nicht testen, aber beim Essen fiel auf, dass die Finger nicht durch die Schokolade verklebt wurden. Gegessen wurde bei Zimmertemperatur. Der Geschmack aber auch die Konsistenz erinnerten an weiße Schokolade mit Crisp, die es auch hierzulande in zahlreichen Läden zu kaufen gibt. Der Fokus bei diesem Snack liegt aber eindeutig auf dem Crisp. Zu süß waren die Stückchen nicht, eher genau richtig mit einem intensiven Vollmilchschokoladengeschmack. Luftig und locker, knusprig beim Kauen. So fremd ist diese Süßigkeit nun also nicht. Daher ist auch diese eindeutig empfehlenswert.

08Picola – Mango und Joghurt. Diese 09Waffelröllchen kennen wir doch. Nur bisher nicht mit dieser Geschmackskombination. Also ich zumindest nicht. Beim Öffnen und Herausholen des ersten Röllchens war mir auf Anhieb klar, dass der Geschmack und der Duft, der mir in die Nase stieg, ziemlich genau der sein musste, den ich auch von unseren Röllchen kenne. Die Waffel ist fest und knusprig. Der Mix aus Mango und Joghurt rundet den gesamten Geschmack ab und wirkt durchaus erfrischend lecker. Da diese Waffelröllchen nicht fremd sind, belasse ich es bei dieser Beschreibung und empfehle euch diese mal zu probieren.

1011Fettuccine – Watermelon. Dieser Name erinnerte mich zunächst an Italien. Und das ist gar nicht mal so verkehrt, denn der Hersteller dieser sauren Gummis mit Wassermelonengeschmack impliziert mit dem Aussehen italienische Pasta! Vergleichbar ist diese Leckerei mit den hier bekannten „Sauren Pommes“. Der Geschmack von Wassermelone kommt gut durch und auch das leicht Saure zu Beginn ist da. Jedoch nicht übertrieben, so dass das Essen dieser Süßigkeit keine Gesichtsverzerrungen hervorruft. Wer also gerne die sauren Pommes isst und gleichzeitig einen leichten Wassermelonengeschmack mag, wird diese kleine Leckerei mögen.

1213Candy Popcorn mit Ananas und Käsegeschmack. Nun, jeder kennt Popcorn, das steht mal außer Frage, ob mit Salz oder Zucker oder auch ganz natürlich. Allein der Gedanke, dass Popcorn mit entweder Ananas oder Käsegeschmack überzogen ist, gibt mir persönlich schon einmal zu denken. Jedenfalls ist es so, dass ein Teil des Inhalts den Ananasgeschmack hat während der andere Teil nach Käse schmeckt. Es ist übrigens nicht gerade einfach allein vom Aussehen her zu bestimmen, welche Sorte nun welche ist, da beide gelblich bis orange gefärbt sind. Es hat den Anschein, dass mehr Käsepopcorn in der Packung enthalten ist als Ananaspopcorn. Oder ich hatte einfach nur ein unglückliches Händchen beim Herausnehmen. Für Käseliebhaber ist der Geschmack nach Käse bestimmt etwas Tolles, mir hingegen nicht so besonders. Dafür aber das Popcorn mit Ananasgeschmack. Dieses schmeckt fruchtig süß und eben auch nach Popcorn. Eine leckere Kombination, da diese eindeutig meine Geschmäcker trifft.

1415Cream Collon – Lemon. Kleine Kekse, bzw. Biskuits, mit Zitronengeschmack. Beim Öffnen der Verpackung kam mir schon ein erfrischender Zitronenduft entgegen. Ich konnte nicht widerstehen und griff sofort hinein um einen dieser kleinen Kekse zu probieren. Außen knusprig und innen eine weiche leckere Zitronencreme. Diese Kombination ist wirklich sehr lecker und absolut empfehlenswert. Der Geschmack an sich erinnert mich an Zitronenröllchen, die wir sehr gut kennen. Nur eben kleiner. Leider, muss ich sagen, ist die Menge in dieser Packung überschaubar und schnell aufgegessen.

1617Chips! Summer Chips with salted plum. Sommer Chips gesalzen mit Pflaume. Ich gebe es zu, dass man das sicherlich auch besser übersetzen kann, aber es trifft den Nagel genau auf den Kopf, oder den Chip besser gesagt. Knusprige, geriffelte Chips, die keineswegs fettig sind. Dass sie leicht gesalzen sind, schmeckt man sofort heraus, aber der Pflaumengeschmack ist dann doch eher sehr dezent. Es ist zwar zu erschmecken, dass da mehr als nur salz ist, aber was genau es ist, da wird es dann schon schwieriger. Außer man weiß dies natürlich, dann klickt es mit einem kleinen „Aha-Effekt“. Dadurch, dass sie recht dünn, leicht und kaum fettig sind, kann man diese recht genüsslich essen. Absolut empfehlenswert meiner Meinung nach, da in unseren Regalen eine derartige Komposition fehlt.

Zwischenfazit:
Da ich nun in etwa die Hälfte der Snacks und Süßigkeiten probiert habe, wird es Zeit für ein kleines Zwischenfazit. Und nein, ich habe nicht jede Süßigkeit und jeden Snack sofort aufgegessen. Manche kann man zum Glück wiederverschließen – und genau das habe ich dann auch getan.
Ich finde es schon recht erstaunlich, dass die Snacks usw. gar nicht so fremd sind, wie sie am Anfang aufgrund der Verpackung oder Beschreibung klingen mögen. Bisher kann ich nicht sagen, dass etwas derartig Ausgefallenes dabei war, das sich nicht mit einer uns bereits bekannten Süßigkeit vergleichen ließe. Vielmehr bekomme ich den Eindruck, dass die Hersteller in Japan experimentierfreudiger sind. Ich bin schon auf den Rest gespannt, der noch in der UmaiBox auf mich wartet. Doch eine einzige Sache macht mir vorab ein wenig Angst. Da ist irgendetwas, das mit Wasabi überzogen ist. Es wird kein Weg daran vorbeiführen, dass ich das nicht auch probieren werde; wohl aber eher ganz zum Schluss.

1819Jagabee – Yuzu shio – Es handelt sich hierbei um Kartoffel-Sticks, die gesalzen und mit einem leichten Hauch von Zitrone überzogen sind. Nach dem Öffnen des Bechers dachte ich zunächst „Oh Pommes“, denn der Duft erinnerte sehr an Kartoffeln, bzw. an Pommes aus der Fritteuse. Auch beim Geschmack ist es ähnlich: die Stäbchen sind knusprig aber nicht zu kross und schmecken sehr nach gesalzenen Kartoffeln. Der zarte Hauch von Zitrone kommt hier und da etwas durch aber überwiegt keineswegs. Es ist wie eine Art Abwechslung, wenn man ein Stäbchen erwischt, das etwas mehr von der Zitrone abbekommen hat. Mal wieder sehr lecker und schnell verputzt.

2021Cream Soda. Auch mit der englischen Beschreibung war mir zunächst nicht klar um was es sich hierbei handeln soll. Außen Melone und Innen soll sich Vanillecreme befinden. Okay also so schlimm kann es ja nicht werden. Also Packung auf und reingeschaut. Bonbons! Es sind süße Bonbons. Vom Aussehen her hätte ich gesagt, dass noch ein kleiner Stiel fehlt. Dann wäre es ein Lutscher. Von der Konsistenz und vom Geschmack her erinnerte mich dies an bekannte Lollys, die es bei uns zu Hauf gibt. Geschmacklich aber wirklich erste Klasse. Die grüne Farbe entspricht der Erwartung einer süßen Melone. Jedoch ist das Innere nicht (mehr) so ganz cremig. Aber der Vanillegeschmack kommt schon noch gut durch. Kauen würde ich nicht empfehlen, dafür ist das Äußere doch etwas hart – aber dafür hat man länger was davon, wenn man sich aufs Lutschen konzentriert.

2223Wasabi Endo – Nun habe ich mich doch früher getraut das Zeug mit Wasabi zu probieren. Direkt nach dem Öffnen habe ich mal an der Öffnung geschnuppert und da kam mir schon dieser eindeutige Duft von Wasabi entgegen. Skepsis und Anspannung wurden größer. Bevor ich davon was esse, wollte ich dann doch noch wissen, was da eigentlich in der Packung drin ist. Nun, gebratene Erbsen mit einer knusprigen Wasabi Ummantelung. Eins davon ab in den Mund…. Ach Du **** Das Wasabi brennt schon mal ordentlich auf der Zunge und der Geschmack ist absolut nicht meiner. Wirklich nicht, absolut nicht. Überhaupt nicht. Also nahm ich schnell ein Taschentuch und musste das Kügelchen dort ablegen. Die erste Süßigkeit, die diesen Namen definitiv nicht verdient, die nicht nach meinem Geschmack ist. Äußerst gewöhnungsbedürftig. Wasabi Fans dürften hier total auf ihre Kosten kommen. Aber meine Wenigkeit ist davon nicht zu überzeugen. Um diesen Snack zu mögen, muss man Wasabi mögen, so viel steht fest.

2425Harvest Sand – Coconut. Bereits auf der Verpackung erkennt man die Kekse bzw. Biskuits, welche mit einer Kokosnusscreme zwischen den Keksen versehen sind. Beim Öffnen der Verpackung steigt einem der leckere süße Duft von Kokosnussmilch in die Nase. Ich selbst mag diesen Duft, da ich durchaus gerne Kokosöl benutze – für viele Dinge. Der Keks ist knusprig und die Füllung dazwischen weich und cremig und vor Allem lecker. Ich musste mich zusammenreißen um nicht gleich die ganze Packung mit wenigen Bissen zu verzehren. Wahrscheinlich schmeckt Kokosnuss nicht jedem. Doch wem es schmeckt, wird bei diesem Snack seine wahre Freude haben.

262728Sauce-sembei. Als Sembei wird dieses dünne Plättchen bezeichnet, das recht geruchsneutral ist und mich sehr an O-Blaten erinnert. Zunächst habe ich eines davon probiert und war über den süßlichen Geschmack überrascht. Von der Festigkeit her und in Kombination mit dem süßlichen Geschmack lässt es sich am besten mit Esspapier vergleichen. Aber da ist ja noch die Sauce und die Empfehlung aus dem Faltblatt, dass man die Sauce zwischen zwei Sembeis verteilt und dann isst. Der Geschmack der Sauce ist irgendwo zwischen Süß-Sauer und Barbecue einzuordnen. Ein interessanter Geschmack, der gar nicht mal so schlecht ist. Zusammen zwischen zwei Sembei offenbart sich ein fantastisches und für mich neues Geschmackserlebnis. Ich finde, dass dies unbedingt jeder einmal probieren sollte.

2930Do-n taro. Nach der Beschreibung handelt es sich um eine kleine Suppe. Der Größe nach zu urteilen für die Menge in einer Tasse ausreichend. Aber es wird tatsächlich empfohlen den Inhalt dieser Packung direkt und trocken zu essen. Nach dem Öffnen kommt mir ein doch sehr bekannter Duft entgegen. Natürlich! Yum-Yum Nudeln. Diese sind sicherlich vielen ein Begriff. Diese kann man nämlich auch als Suppe zubereiten oder zerkleinert und gewürzt direkt trocken aus der Packung essen. Der Unterschied zu dieser Sorte ist, dass diese kleinen Nudeln bereits gewürzt sind und dem Duft nach handelt es sich hierbei um Hähnchen. Einfach lecker und schnell verputzt – was auch nicht sonderlich schwer ist bei dieser geringen Menge.

3132Es endet mit einem Snack, bzw. mit dem zweiten Snack von Umaibo. Wieder duftet es nach dem Öffnen nach Getreide. Natürlich, denn es ist der Kürbismais mit Suppengeschmack. Genau wie der Andere auch ist dieser luftig, locker und knusprig. Beim direkten Reinbeißen kommt der Geschmack nach Suppe noch nicht so ganz durch. Es dauert ein paar Momente bis sich dieser im Mund verbreitet, aber dann wird dieser auch sehr intensiv. Es ist irgendwie so als würde man eine Suppe kauen. Auch dieser Umaibo Snack ist lecker.

Fazit: Nach dem ich mich durch alle angebotenen Snacks und Süßigkeiten durchprobiert habe, muss ich sagen, dass die meisten der Leckereien wirklich überraschend gut sind. Das hatte ich so nicht erwartet. Vieles ist durchaus bekannt aus unseren Regalen, wenngleich die Geschmacksvariationen durchaus bunter sind als bei uns. Ich habe meine Favoriten unter all den Snacks gefunden. Sembei mit Sauce, Fettuccine und die Kürbismaissnacks. Vielleicht schaue ich mal in nächster Zeit, ob ein asiatischer Lebensmittelhändler diese Waren im Angebot hat. Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt darauf, was sich in der nächsten Box befinden wird.

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