Umaibox September 2017 – Japanische Süßigkeiten und Snacks

Diese Box hat irgendwie eine ziemlich lange Reise hinter sich, als sie vor wenigen Tagen bei mir ankam. Hintergrund war, dass sie beim ersten Versuch gar nicht erst bei mir ankam, sondern direkt wieder zurück nach Japan geschickt wurde. Warum auch immer das passiert ist. Es gab bei mir keinen zustellungsversuch und die obligatorische Abholkarte für die Postfiliale blieb auch aus.

Sie hatte es dann doch geschafft, war erstaunlich leicht und trotzdem voller Leckereien. Glücklicherweise gab es auch dieses Mal die schöne Beilagenkarte mit Beschreibungen der Sachen in englischer Sprache. UB0917 (3 von 54)

Ich halte es so, dass ich zuerst probiere und mir dann erst durchlese, was ich da eigentlich probiert habe. Das macht die Sache irgendwie spannender.

Ame oni – Aurore Sauce:

Mais Snacks, bzw. Chips, die mit Zwiebelgeschmack verfeinert wurden. Schmeckt man auch ganz gut raus. Aber da ist noch die Aurore Sauce und mir fiel es schwer die weiteren Geschmäcker zu identifizieren. Es handelt sich bei den zusätzlichen Geschmäckern um Tomaten und Bechamel. Gut, die Tomaten, ja da komme ich noch drauf aber auf Bechamel wäre ich nicht gekommen. Diese Chips oder Snacks sind absolut lecker und geschmacklich weder zu intensiv noch zu mild. Sehr gelungen, finde ich. Aufpassen musste ich nur, dass ich nicht gleich die ganze Packung verputze.

 

Chips – Gyoza Flavour:

Bis zum Wort „Chips“ komme ich noch mit, danach nicht mehr. Eine kleine Packung mit leider sehr wenig Inhalt, im Verhältnis zur Größe der Packung. Aber nicht nur der Duft nach Kartoffeln ist direkt in der Nase, sondern der Geschmack beim Essen ist ebenfalls kartoffelig. Mich erinnerte dies doch sehr an Kartoffelecken mit Kräutern. Was ist also dieses Gyoza. Da musste mir Google helfen und ich wurde auch fündig. Verglichen wird es mit den heisigen Maultaschen und die Füllung einer Gyoza sind Kräuter, Fleisch oder Garnelen. So falsch lag ich also bei den Kräutern nicht. Fleisch, hm, erschmecke ich nicht darin. Aber, wie schon zu Anfang erwähnt, ist der Inhalt viel zu wenig. Wenn ich mich nicht selbst im Griff hätte, wäre die Packung schneller leer als ich Heureka sagen könnte.

 

Cookroll – German Potato:

Diese Röllchen sind uns nicht fremd. Aber diese Röllchen in Verbindung mit diesem Bild auf der Packung ließen mich doch etwas skeptisch werden. Also aufmachen und reinbeißen. Zunächst schmeckt das wie ein Waffelröllchen eben, aber die dünne Creme im Inneren kommt erst schleichend zur Geschmacksentfaltung und tatsächlich schmeckt das ein wenig nach. Nur wonach denn eigentlich überhaupt? Die Vermutung von Kartoffeln liegt nahe, aber so wirklich ist das nun auch nicht der Fall. Also lesen und schauen was mir die Info dazu sagt. Und sie sagt: Bratkartoffel Geschmack mit Pfeffercreme und Bacon. Okay, das mit dem Pfeffer unterschreibe ich auf der Stelle. Es ist wahrlich eine sehr gewöhnungsbedürftige Sache. Schmeckt nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut und ganz ehrlich: wenn ich Bratkartoffeln möchte, dann greife ich gewiss nicht zu diesen Röllchen. Aber eine interessante Idee, die in Japan meines Erachtens dazu führt, dass sie eine ganz seltsame Vorstellung vom Geschmack des deutschen Essens bekommen.

 

Curry Sembei Shinchan:

Das Öffnen der Packung war toll, denn ein interessanter Duft kam mir direkt entgegen. Aber einordnen konnte ich den nicht wirklich. Es hatte was von Pommesgewürz. Diese kleinen Stückchen sind knusprig und schmecken keines Wegs nach Pommes. Zwar irgendwie bekannt, aber nicht wirklich zuzuordnen. Erst beim Lesen machte es klick, als ich das Wort Sembei gelesen habe. Da war doch was in der letzten Box, das so ultragut geschmeckt hatte. Der entscheidende Unterschied ist aber das Curry, das als Würzmittel den Geschmack beeinflusst. Das war es also, was mich an das Pommesgewürz erinnert hatte. Auf jeden Fall ein interessanter Geschmack, wobei ich das Sembei aus der vorherigen Box doch bevorzugen würde.

 

Choco Flakes Ball – Kinako:

Nach dem Aufmachen kam mir direkt ein angenehmer Duft von Schokolade entgegen. Tendenziell ging dieser in Richtung Kakao. Sehr angenehm und leicht knusprig sind diese kleinen Kügelchen auch beim Essen. Es schmeckt wie ein Müsliriegel nur etwas kleiner. Insgesamt ein mildes, sehr gutes Geschmackserlebnis.

 

Macoron:

Diese kleinen Kekse erinnern zum einen an Hundekuchen aber auch an normale Kekse natürlich. Man erkennt direkt, dass sie eine leichte Glasur haben und dementsprechend schmecken sie auch, nämlich angenehm süß. Von der Festigkeit und dem Geschmack her erinnerten mich diese Kekschen an uns bekannte Löffelbiskuits. Sind aber insgesamt etwas fester als diese. Sehr lecker und eine perfekte Ergänzung zur Kaffee- und Kuchenzeit.

 

Sweet Potato Snack:

Zunächst sehen diese Sticks aus, wie die Chips in Frittenform. Sie sind aber sehr süß und deutlich fester, was das Kauen eher unangenehm macht. Für meinen Geschmack ist es schon zu süß, denn den typischen Kartoffelgeschmack überdeckt die Zuckerglasur total.

 

Kandemina – Long Vacation:

Diese Gummisüßigkeiten haben nach dem Öffnen keine spezielle Duftnote, dafür sehen sie schon ziemlich schmackhaft aus. Auf ihnen kann man sehr lange rum kauen, obwohl sie weich sind. Das ist durchaus interessant, da der Geschmack durchaus intensiv durchkommt. Sie schmecken fruchtig und gar nicht so süß. Es ist aber schwierig den Fruchtmix zu identifizieren. Und es stimmt, dass einige darin geschmacklich enthalten sind. In der Beschreibung steht, dass mehrere tropische Früchte enthalten sind. Das kann sehr gut sein, denn trotz dessen, dass es eine Süßigkeit ist, schmeckt sie erfrischend.

 

Okonomiyaki Sembei:

Wenn schon irgendwo Sembei draufsteht, dann bin ich schon ganz freudig. Diese Plättchen schmecken einfach vorzüglich. Insbesondere, wenn diese so ein kleines würziges Dressing haben, das man auf die Plättchen geben kann. Die Plättchen sind luftig locker, aber doch recht trocken. Auch dagegen hilft das Dressing sehr gut. Noch interessanter wird es, wenn man den Begriff „Okonomiyaki“ mal bei Google sucht. Das Ganze gibt es nämlich auch in groß und die Grundlage ist eine Art Eierkuchen. Darauf kann alles Mögliche, das man braten kann. Ob Fleisch, Fisch, Gemüse und / oder Käse kann nach Belieben ausgewählt werden. Es hat zwar nicht wirklich Ähnlichkeiten zu einer Pizza, wird aber häufig als „japanische Pizza“ bezeichnet. Vielleicht sollte ich mal ein japanisches Restaurant aufsuchen und mir das mal bestellen. Es klingt lecker.

 

Country Ma’am mini – Matcha:

Im Gegensatz zu den Sembei erwecken grüne Verpackungen aus Japan seit der letzten Box nicht mein Vertrauen. Eher Skepsis und Vorsicht. Irgendwie rechnete ich beim Öffnen der kleinen Packung mit einem strengen Wasabiduft. Doch der blieb überraschenderweise aus. War das, was in der Packung drin ist wirklich genießbar? Ich war vorsichtig und schnupperte noch einmal genau dran. Hm, nichts. Okay also mal anlecken. Na gut, kein Ekel, der sich mir aufgrund von möglichem Wasabi auftat. Okay, also schnell hinein in den Mund bevor ich es mir noch anders überlege. Und ich muss sagen, es schmeckt. Es schmeckt sogar sehr gut. Es handelt sich um kleine Biskuits mit einer zarten Schokoladenfüllung. Aber was genau ist dieses Grüne? Ich musste nachschauen. „Matcha Flavor“ Nun, hilft auch nicht weiter. Aber Google kann das bestimmt. Matcha ist ein pulvriger grüner Tee. Damit habe ich mal nicht gerechnet. Interessant und lecker. Schon wieder etwas, das ich sofort aufessen könnte.

 

Kracie poppin cookin kit – Colorful Peace Ironuri Kyan Land:

Eine bunte Packung. Der Inhalt sieht nach Bastelstunde aus und auch das Beilagenblatt ist erstmal nicht hilfreich. Es wird auf einen Link verwiesen, den ich dann auch mal aufsuche, damit mir das hoffentlich weiterhilft. Es ist also ein YouTube Video, das zum Vorschein kommt. Da alles Beschreiben in diesem Fall weniger hilfreich ist, habt ihr das Video hier zum Anschauen:

 

Bubble gum Gudetama:

Ein kleiner Kaugummi und eine Art Sammelkarte. Es geht hierbei wohl mehr um die eine Sammelkarte von 64 möglichen, als um den Kaugummi an sich. Das bisschen Kaugummi, welcher am Anfang recht süß und intensiv schmeckt, verliert bereits nach wenigen Minuten seinen Geschmack und dann war es das auch schon. Nichts Besonderes in dem Fall.

 

Erneut bin ich von den vielfältigen und interessanten Süßigkeiten und Snacks sehr positiv überrascht. Man merkt, dass die Japaner viel experimentieren und sehr häufig sehr Gutes dabei entwickeln. Mal schauen was die nächste japanische Box mit sich bringen wird.

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2 Kommentare

  1. Wieso hast du so ’ne leckere Box bekommen T_T?
    Gut, ich bin grad an der Quelle (na ja, fast.. kein Kaugummi für mich T_T), aber das ist richtig cool.
    Besonders diese Shin Chan Dinger 😀

    1. Ich bin vor einiger Zeit über Facebook darauf gestoßen. Dann hatte ich das abonniert und nun bekomm ich diese box regelmäßig 🙂

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