Wie überbrückt man die Wartezeit bis zum zweiten Spiel?

Das spiel gegen die Marburg Mercenaries vom 29.07.2017 war kaum vorbei und ich konnte es kaum erwarten ein weiteres Mal zu einem Spiel der Frankfurter zu gehen. Es hatte viel Spaß gemacht und es gibt mit Sicherheit noch mehr zu entdecken.
Doch im Vergleich zu anderen Sportarten wie Fussball oder Eishockey ist der Abstand zwischen den Heimspielen relativ groß. Vom 29.07.2017 bis zum 20.08.2017 sind es geschlagene vier Wochen – oder um es anders zu sagen: ein ganzer Monat!
Vielleicht habe ich mir auch nur einen ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, denn die nächsten beiden Spiele waren Auswärtsspiele.

Was also in der Zwischenzeit machen?
Um die Wartezeit mit Vorfreude zu überbrücken war das Erste, das ich gemacht habe, Tickets für die zwei noch verbleibenden Heimspiele der laufenden Saison zu besorgen.
Für den 20.08.2017 gegen die Ingolstadt Dukes und
für den 03.09.2017 gegen die Munich Cowboys.

Es dauerte auch keine drei Tage ehe mir die Karten mit der Post zugestellt worden sind. Voller Freude habe ich diese fotografiert und auf Facebook gezeigt als auch in WhatsApp herumgeschickt.

Wunderbar, dachte ich mir. Aber es sind noch so viele Tage bis zum nächsten Heimspiel. Da fielen mir doch glatt ein paar meiner Abschlussworte aus meinem ersten Bericht ein: „Und irgendwie brauche ich mehr lila im Kleiderschrank“
Aber natürlich. Das kann ich ändern! Kurzum den Fanshop der Frankfurter aufgerufen und ein Polo-Shirt und ein schickes lila Fanjersey bestellt.
Nun hatte ich nicht nur die Vorfreude auf das Spiel am 20.08., sondern auch auf das kleine Paket, das mich in den kommenden Tagen erreichen sollte.

Dieses kam dann auch, wie erwartet, ein paar Tage später an. Ganz ungeduldig und mit einem Glücksgefühl öffnete ich dies und meine bestellten Artikel waren auch darin enthalten. Schwupp di wupp – mehr lila im Kleiderschrank. Auftrag erfüllt.

Alleine der Gedanke daran, dieses Jersey und die lila Kappe zu tragen und mich damit als Fan zu „outen“ war schon Freude pur.
Übrigens trage ich die Universe-Kappe auch sehr häufig in meiner Freizeit. Aufgrund der Farbe stellt sie bei meinem für gewöhnlich schwarzen Kleidungsstil einen richtigen Farbklecks da und fällt somit gut auf.

Das Warten auf die Tickets und das Jersey waren keine Zeitfresser. Also habe ich mich etwas ausführlicher mit der Mannschaft beschäftigt. Ein Spieler, dessen Name auf mittelamerikanische Wurzeln hinweist, fiel mir besonders auf. Dieser wurde beim Spiel gegen die Mercenaries häufiger erwähnt. Es geht um „Silas Nacita“. Ein Running Back, der für viele Yards gesorgt hat und in den sozialen Medien eine sehr sympathische Figur macht. Apropos soziale Medien: das Liken der Mannschaft, einzelner Spieler und natürlich auch der Cheerleader waren nun eine Selbstverständlichkeit. Gleiches galt nun auch für Instagram. Schließlich wollte ich keine Informationen verpassen.

Ich wusste, dass am 05.08. ein Auswärtsspiel bei den Schwäbisch Hall Unicorns auf der Agenda stand. (Unicorns? Einhörner? Wie kommt man auf Einhörner? In farbenfrohen bunten Jerseys liefen sie leider nicht auf. Wäre irgendwie lustig aber auch cool gewesen) Nun, so viel Fan war ich dann doch noch nicht um mit den „richtigen“ Fans auf die Sonderzugfahrt zu gehen. Zudem hindert mich eine Erkrankung derzeit daran größere Unternehmungen zu machen.
Daher war es umso schöner, als mich Marc Junge anschrieb und mir einen Link zukommen ließ, über den man das Spiel in Schwäbisch Hall live verfolgen konnte. Hurra! Playstation an, Seite aufgerufen und das spiel auf der Couch verfolgt. Ein Gefühl des Mitfieberns stellte sich sehr schnell ein. Doch das Regelwerk war mir immer noch nicht so ganz geläufig, dass ich auch bei der Übertragung des Öfteren so meine Schwierigkeiten hatte.

Die Kommentatoren waren, wie auch der Stadionsprecher beim Spiel in Frankfurt gegen die Marburg Mercenaries, sehr informativ und erklärten auch fast alles. Oder sogar alles? Ich glaube ich habe an manchen Stellen bewusst weg gehört. Schließlich war es der Kanal der Unicorns und natürlich kam die Liebe zur eigenen Mannschaft häufig durch. Aber das ist nicht schlimm, jedenfalls nicht für mich – ich finde es schön, dass sich Menschen die Mühe machen um sowas auf die Beine zu stellen.

Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, dass die beiden Kommentatoren alles durch eine rosarote Brille gesehen haben. Im Gegenteil: es wurde fast immer versucht eine neutrale Berichterstattung zu liefern. Es gab also auch Lob für gelungene Aktionen der Frankfurter.

Bis zur Halbzeit lagen die Frankfurter sogar mit 14:5 in Führung. Insbesondere die starke Defensive zeigte sich sehr häufig und ließ nur wenig zu. In der zweiten Hälfte des Spiels zeigten beide Seiten ein tolles und spannendes Spiel. Leider konnten die Frankfurter in der gesamten zweiten Hälfte keinen einzigen Punkt mehr machen. Dafür aber die Unicorns. Sie spielten im 3. Quarter ihre offensiven Stärken aus und konnten ganze 13 Punkte machen. Am Ende hieß es dann 18:14 für die Unicorns. Eine knappe Niederlage also. Dafür ein tolles Spiel gesehen und die Wartezeit verkürzt.

Abbuzze un weidermache – so sagt der Hesse.

Es wurde nun also Zeit mich mit der German Football League (GFL) etwas genauer zu befassen: wer sind eigentlich die direkten Gegner von Frankfurt? Was haben diese so drauf? Und wie sieht es in der Nordgruppe aus?
Schwäbisch Hall entpuppte sich also als das Maß der Dinge in der Südgruppe und die Braunschweiger als das Maß der Dinge im deutschen Football. Sehr interessant.

Des Weiteren informierte ich mich auch darüber, wie es nach der regulären Saison weitergeht. Playoffs, das habe ich schon gehört – aber wer gegen wen und überhaupt? Wieder interessant, denn die jeweils ersten 4 Mannschaften aus Nord und Süd treffen in den Playoffs auf einander. Bedeutete also, dass „meine“ Frankfurter den zweiten Platz hinter den Unicorns bis zum Abschluss der regulären Saison absichern müssen um in der ersten Runde ein Heimspiel zu bekommen.

Ab diesem Punkt habe ich mir die Ergebnisse der Konkurrenz und die Platzierungen der Teams aus der Südgruppe etwas genauer angesehen. Also ein Playoffplatz ist für Frankfurt schon sicher. Aber von Platz 2 bis 4 ist noch alles möglich. Interessant und spannend, da das kommende Heimspiel gegen die direkte Konkurrenz um einen der besagten Plätze ist. Das machte die Vorfreude nur noch größer – aber es waren immer noch gute drei Wochen bis zum Spiel.

So wirklich wollte die Zeit nicht vergehen. Das nächste Wochenende folgte und das nächste Auswärtsspiel bei den Saarland Hurricanes stand an. Leider konnte ich dies über keinen Stream verfolgen. Sehr schade, aber dafür war das Ergebnis aus Frankfurter Sicht natürlich der Hammer. Ein Sieg mit 66:6 stand am Ende fest. in Anbetracht der Zahlen kann man sagen, dass es sich hierbei um ein teuflisch gutes Ergebnis handelt.

Mittlerweile hatte ich mir bereits das Playstation 4 spiel „Madden NFL 18“ vorbestellt. Der Release soll am 25.08.2017 sein und an diesem Tag, so Amazon, soll es sich auch in meinem Briefkasten befinden.
Aber, nach ein wenig Stöbern im PSN Store, fand ich ein Tagesangebot für „Madden NFL 17“ – gerade einmal 19,99 €. Kurz überlegt und zugeschlagen. Nun dürfen Sie, liebe Leserin, lieber Leser raten, womit ich mir die meiste Zeit des Wartens bis zum 20.08.2017 vertreibe.

Richtig erkannt: mit an die Wand starren!
Nein natürlich nicht. Sondern mit dem Spielen des Spiels aber auch mit dem Sammeln weiterer informationen über Football in Deutschland. Es ist erstaunlich wie viele Ligen und Mannschaften es gibt und wie viele davon in meiner unmittelbaren Nähe im Frankfurter Großraum zu finden sind. Ich muss aber zugeben, dass man in der Öffentlichkeit nur sehr wenig davon mitbekommt, wenn ma nsich nicht gerade dafür interessiert. Das sollte meiner Meinung nach besser in der Medienlandschaft vertreten sein.

Ein kurzer Eindruck zum Playstation Spiel:
Das Spiel, welches nur in englischer Sprachausführung vorhanden ist, bietet für Football-Anfänger ein Tutorial an, in dem die grundlegenen Züge des Spiels erklärt werden. Das ist natürlich hervorragend. Aber jede Medaille hat ihre zwei Seiten, denn so schön viele Informationen auch sind, erschlagen einen diese zu Beginn.
ich wollte aber lieber Spiele spielen und habe kurzum eine Spielerkarriere im Franchise gestartet. Natürlich als Quarterback.
Das Schöne ist, dass man hier im Laufe der Zeit mehr und mehr über das Spiel und die Regeln erfährt. Wann läuft die Zeit weiter, wann stoppt sie und und und… Es ist irgendwie eine Art von „Learning by doing“. Durchaus sehr effektiv.
Das Spiel macht also Spaß und ich freue mich schon auf den Folgetitel, der bald ankommen soll.

Doch noch mehr freue ich mich auf das nächste Heimspiel der Samsung Frankfurt Universe!

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