WWE 2K18 für die Playstation 4

Die Spiele warten bei mir nur darauf endlich mal in die Playstation eingeschoben zu werden, damit sie gespielt werden können. Insbesondere freute ich mich auf den Karrieremodus in WWE 2K18, denn dieser sei verbessert worden. Meiner Ansicht nach gab es da auch einiges zu verbessern. Vor allem was die Storyline betrifft.

Somit gab es schon den Download auf Version 1.04 als das Wrestling Game endlich das Licht des Leselasers der PS4 erblicken konnte.

Nach dem Start lande ich im Hauptmenü und das wirkt auf mich sortierter, als es früher noch der Fall war. Zwar war es dort auch sortiert, aber lange nicht so eindeutig, wie es in dieser Ausgabe der Fall ist.20171107_224126

Zuerst möchte ich ein wenig herumkloppen. Einfach mal einen Einblick in das Gameplay werfen und schauen, ob ich das noch einigermaßen kann. Mein letztes Spiel war WWE 2K16 und ist auch schon eine Weile her.

Exhibition:

Es stehen einem mehrere Auswahlmöglichkeiten für ein Match zur Verfügung. Da dachte ich mir spontan, warum ich sparsam sein sollte, also wähle ich das Turnier im 1 vs. 1 Format. Schön ist, dass man in den Einstellungen auch wählen kann, ob es sich um ein Turnier mit männlichen oder weiblichen Superstars handelt. Ob sich die Gestaltung der Damen mittlerweile verbessert hat? Die der Männer ist offensichtlich, aber bei den Frauen gab es auch noch einen größeren Nachholbedarf.20171107_225147

Die Zufallsmatches wurden generiert und das erste, das ich spielen darf, ist Billie Kay gegen Paige. Ich oute mich an dieser Stelle als Paige Fan und werde natürlich sie steuern. Okay das üben wir nochmal. Ein wenig war die Steuerung noch in Gedanken, aber manche Dinge waren es nicht mehr. Also beginne ich mit einer Niederlage, leider.

Die Einzüge der beiden Damen waren jedenfalls sehr authentisch und auch die Grafik hat sich deutlich verbessert. Zumindest wenn ich mich an das 16er Spiel zurückerinnere. Die Kommentatoren sind bekannt aus den USA und das gefällt mir. Die Kombination gefällt mir. Das Sternsystem bei Kämpfen, um die Klasse des Kampfes einzuschätzen, ist immer noch da. Genauso wie das Spieler-HUD. Viel Bekanntes aber auch schöne Neuerungen im Gameplay, das mir insgesamt flüssiger vorkommt.20171107_225837

Aber eine Korrektur muss ich bei der Grafik erwähnen, denn lange Haare sehen irgendwie noch aus wie Luftschlangen, die wie unangebrachte Extensions wirken. Aber gut, das vergisst man während eines Kampfes doch schnell. Und nach einigen Matches kam ich wieder langsam in die Steuerung hinein und dann lief es auch angenehmer.

Jedenfalls ist es ein guter Modus um schnell ein paar Matches zu machen, oder wieder rein zu kommen, so wie ich es getan habe.

WWE-Universum:

Das ist, wie jedes Mal auch, die einigermaßen spielbare Managementsimulation, in der man Shows, Rivalitäten etc. einstellen, aber auch selber spielen kann. Ich muss gestehen, dass mich dieser Modus noch nie so wirklich gereizt hat. Weder damals noch jetzt.

Dennoch habe ich mich mal darin probiert und die verschiedensten Bildschirme und Optionen angesehen. Es gibt durchaus viel, das ich verändern oder neu gestalten könnte. So habe ich erstmal ein paar neue Rivalitäten in den drei Shows eingestellt und ein paar Matches selbst gespielt und andere simuliert.20171108_043601

Der Vorteil hierbei ist der Geschichtsstrang, der, je nach Einstellungen, auch automatisierte Rivalitäten und Teambildungen, zulässt. Zudem ist es recht interessant mal mit den verschiedensten Wrestlern in den Ring zu steigen.

Verzweifelt war ich auf der Suche nach einem der früheren Modi, in dem man eine alte Storyline nochmal nachspielen konnte. Sei es mit Stone Cold Steve Austin oder dem Undertaker zum Beispiel. Aber anscheinend gibt es das nicht.

Mein Spieler:

Der Karrieremodus. Hier habe ich mich als erstes gefragt, ob man einen Wrestler auswählen kann oder ob man diesen erstellen muss. Und zum Glück habe ich unter der Option „Inhalte erstellen“ noch keine Zeit investiert, denn so wie es aussieht, darf ich das in diesem Modus direkt zu Beginn machen. Also einen neuen Wrestler und zukünftigen Superstar erstellen. Na Prost Mahlzeit, das wird einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Ich stoppe aus reiner Neugierde mal die Zeit und schaue dann, wie lange es gedauert hat, den noch nicht(!) perfekten Wrestler erstellt zu haben.

Es waren dann doch nur 20 Minuten, da es zu Beginn in diesem Modus noch nicht sehr viele Einstellungs- und Auswahlmöglichkeiten gibt.

Dafür hat man diese aber im folgenden Hauptmenü des Spielers bzw. der eigenen Karriere und obwohl ich kaum etwas verändert hatte, dauerte es dann doch gute 30 Minuten ehe ich für den Anfang einigermaßen zufrieden war.

Also hinein in die Karriere und in das Performance Center. Die ersten Tage der Karriere heißt es üben und Promos üben. Also ins Mikro plappern und eine gute Figur dabei machen. Man kann sich relativ frei im Performance Center bewegen und mit mehr Leuten als nur dem Trainer reden.

Bereits in Woche 3, nach ein paar Trainingssessions gibt es den ersten Auftritt bei der NXT. Vorher unterhält man sich noch mit dem Trainer im Backstage-Bereich und kann sich auch hier frei bewegen. Man kann sich sogar auf der Matchcard seinen ersten Auftritt aussuchen. Greift man in ein Match ein? Hält man eine Promo oder steigt man in den Ring? Ich habe mich natürlich für Letzteres entschieden und das erste Match auch gerade so mit einer 4er Sternewertung gewinnen können.

Weiter geht es in der NXT und in der zweiten Woche. In dieser kann man sich das Match nicht aussuchen, sondern wird praktisch in ein ziemliches heißes Becken geworfen. Ein schwerer Gegner wird einem vorgesetzt. Man muss also alles geben, damit man den Fight nicht verliert. Nun, nicht ganz. Kurz nach Beginn des Kampfes gibt es eine Zwischensequenz, in der der amtierende Champion in das Match eingreift. Leider hatte er aus meinen Wrestler abgesehen, was nicht gut ausging. Die folgenden beiden Wochen gab es kein Match, dafür eine Promo und einmal ein Eingreifen vor dem Match des Kontrahenten.

In der nächsten Woche steht dann NXT Take Over an und dort gibt es direkt das erste Titelmatch. Dieses muss man für die Storyline gewinnen. Gesagt, getan. Okay das klingt nun leichter, als es tatsächlich war. Ein toller Kampf, der mit einem Aufgabegriff und 4 Sternen und natürlich dem Titelgewinn für meinen Wrestler endete. Hurra! Aber jetzt geht der Spaß erst so richtig los. Ab der Folgewoche kann man Nebenaufgaben von anderen Superstars erhalten, um sich so etwas zusätzliche virtuelle Währung zu verdienen.

Die erste Nebenaufgabe war es, nachdem ich mit einem der Wrestler gesprochen habe, eine Promo zu gewinnen. Es stehen also zwei Wrestler im Ring und geben sich Saures mit Worten. Diese Promos sind übrigens sehr gut gemacht. Man hat vier Antworten zur Auswahl aber die Zeit läuft runter. Man muss sich also schnell entscheiden. Die Antworten geben unterschiedliche Punkte und wirken sich auch auf die Reaktion der Fans aus. Man muss also eine Linie finden und die Promo für sich entscheiden.

Es gibt aber noch einen anderen Modus unter „Mein Spieler“ und das ist die Road to glory. Dabei handelt es sich um einen Online-Modus. Aktuell kann man sich dort für das PPV Event „Survivor Series“ qualifizieren.

Man kann auch generell online spielen. Aber das ist für mich, wie in anderen Spielen auch, eher unwichtig.

Es ist auch möglich über den Shop weitere Wrestler zu erwerben. Dabei kann man die verdiente Währung ausgeben oder sich im Playstation Store umsehen. Des Weiteren gibt es, wie auch früher schon, Community Inhalte. Und dort findet man so ziemlich alles, was man benötigt.

Mich wundert es aber schon, dass der Modus rausgenommen wurde, eine legendäre Karriere nachzuspielen und damit spezielle Goodies freispielen zu können. Die Exhibition ist schon recht gut, damit lässt sich mal schnell jemand vermöbeln. Das, was nun der Karrieremodus unter „Mein Spieler“ stattfindet ist durchdacht und hat eine Storyline. Diese ist leicht variabel durch die Nebenaufgaben gestaltet. Aber vielleicht wird dies noch besser, je länger der Modus gespielt wird. Leider ist es nicht möglich mit einer Frau den Karriereweg einzuschlagen. Das wäre wirklich etwas Tolles. Es fehlt leider die Möglichkeit eine weitere Karriere zu starten. Aus diesem Grund bin ich für Abwechslung wohl tatsächlich etwas genötigt das WWE Universum zu spielen.

Alles in Allem ist das Spiel aber so weit in Ordnung. Mir persönlich fehlt da etwas die Tiefe in den Spielmodi, da diese reduziert wurden. Auf der anderen Seite gab es aber Verbesserungen in den Bereichen Grafik, Frauen und Karrieremodus. Für einen Wrestling-Fan ist das Spiel trotzdem kaufenswert. Wer dies nicht ist, wird vermutlich schnell den Spielspaß verlieren.

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